Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Erlenbach: Weniger Plus im Gemeindewald

Die gefallenen Holzpreise schmälern den Gewinn beim Gemeindewald.
Die gefallenen Holzpreise schmälern den Gewinn beim Gemeindewald. ArchivFoto: Franck

Der Gemeindewald wirft weniger Gewinn ab als geplant. Schuld daran sind allerdings nicht die Borkenkäfer, sondern die gefallenen Holzpreise.

Mit 1322 Festmeter Holz wurden in diesem Jahr knapp 300 Festmeter mehr geerntet, als im Plan vorgesehen war, berichtete Revierleiterin Susanne Rolland bei der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch. Im Falle Erlenbach lag dies jedoch nicht am Borkenkäferbefall, welcher nur 100 Festmeter ausmachte. Die Holzmarktsituation sei derzeit schwierig, da die Preise um rund 30 Prozent gesunken seien. In ihrer Rückschau erklärte sie, dass der Holzverkauf für Erlenbach seit Mitte des Jahres über die Forstwirtschaftliche Vereinigung Pfalz (FVP) in Schindhard laufe und gut funktioniere. Bei einem Gesamtertrag in Höhe von 79.100 Euro 2019 werde am Ende wahrscheinlich ein Plus von 4700 Euro stehen, geplant waren 10.875 Euro.

Weniger Einschlag geplant

Aufgrund dieser Situation sieht der Plan für 2020 nur einen verminderten Holzeinschlag von 500 Festmeter vor, hauptsächlich in der Abteilung Imsenböhl, so Rolland. Bei einem Gesamtertrag von 32.203 Euro weist der neue Plan unterm Strich ein kleines Minus von 482 Euro aus, wobei man auf eine schwarze Null hoffe.

Der Gemeinderat beschloss die Neufassung seiner Hauptsatzung mit der Änderung, dass in Erlenbach jetzt kein Bau- und Rechnungsprüfungs-Ausschuss mehr gewählt wird. Weiter beschloss der Rat die Annahme zweier Spenden. Einmal 500 Euro von Familie Topitsch für die Partnerschaftsfeier und 502 Euro von Michael Spadinger für den Seniorennachmittag. Der einjährige Vertrag mit der FVP über die Holzvermarktung wurde um ein weiteres Jahr verlängert.

Tempo 30 in Hauptstraße soll bleiben

Ortsbürgermeister Dirk Eichberger informierte, dass sich die Neuverschalung des Dreschschuppens aus Termingründen in den Januar verzögern wird. Derzeit ist für den Verkehr in der Hauptstraße wegen der Umleitung Busenberg eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometer angeordnet. Auf Wunsch der Bürger beantragt die Gemeinde nun, dies nach Aufhebung der Umleitung beizubehalten. Verkehrsprobleme gibt es weiterhin im Ortsteil Lauterschwan. Hier befindet sich in Höhe der Bushaltestelle eine Verkehrsinsel, an welcher Autofahrer bei haltendem Bus oft verkehrswidrig links vorbeifahren. Es soll überlegt werden, wie man diesen Missstand beseitigen könnte. In der Einwohnerfragestunde beschwerte sich Wehrführer Michael Kuntz darüber, dass öfters die Zufahrt zum Feuerwehrhaus (absolutes Halteverbot) zugeparkt sei, was man nicht mehr länger hinnehmen wolle.

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