Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Erklärfilm aus Kaiserslautern im Finale von Fast Forward Science

Karl-Herbert Schäfer
Karl-Herbert Schäfer Archivfoto: Hochschule/frei

Kann Wissenschaft unterhaltsam sein? Professor Karl-Herbert Schäfer, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule Kaiserslautern, hat sich vor die Kamera gewagt, um den Beweis anzutreten. Der Erklärfilm „Der Mensch ist, was er isst“ ist in der Kategorie Scitainment unter den Finalisten des Wettbewerbs Fast Forward Science gelandet.

Grob gesprochen geht es Schäfer darum, für Laien verständlich zu zeigen, dass viele Zivilisationserkrankungen direkt und indirekt mit der Ernährung zusammenhängen und eine besondere Verknüpfung des Darmes mit dem Gehirn besteht. „Wir wissen mittlerweile, dass sich Teile von Erkrankungen wie Morbus Alzheimer auch im Darm abspielen. Es gibt Hinweise, dass manche Krankheiten im Darm beginnen. Dessen bakterielle Zusammensetzung lässt sich durch Ernährung beeinflussen“, erklärt Schäfer.

Im Filmteam waren Jessica Weyer, die bei Recherche und Skript unterstützte, sowie Lukas Mohr und Moritz Grenner, die für die Videoproduktion verantwortlich waren. Sie mussten schnell arbeiten. „Eigentlich sollte ein Kollege einen Videobeitrag einreichen, das hat dann aber nicht geklappt“, erzählt Schäfer. Zwei Wochen waren es da noch bis zur Abgabefrist. Nach nur einem Tag waren die Aufnahmen für den 15-minütigen Film im Kasten. Schnitt, Vertonung und Animationen kosteten aber noch einiges an Zeit. Auf den letzten Drücker war das Video fertig: „Wir haben es vor dem Tag der Deadline um 23.45 Uhr eingereicht.“

Abstimmung läuft

Bis 13. Oktober kann jeder bei Youtube, Stichwort: Forschung kompakt – Hochschule Kaiserslautern, mit einem „Mag ich“ für den Beitrag im Wettbewerb abstimmen. Doch lieber würde das Team „im Ranking des eigentlichen Wettbewerbs auf die Plätze kommen“. Die Hochschule Kaiserslautern versucht mit dem Youtube-Kanal „Forschung kompakt“, ihre eigenen Projekte kurz und knackig in einem Video darzustellen, „um die Außenwirkung ein bisschen auf Vordermann zu bringen und potenzielle Studenten zu überzeugen“. Und da hat das Video schon jetzt gepunktet: „Für uns als Hochschule ist es das bisher meist geklickte Video.“ rhp/snk

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