Rheinpfalz Erfweiler: Paar verwirklicht sich mit Partyservice "Amuse Gueule"
Kochen ist für sie eine Leidenschaft: Mit ihrem neuen Partyservice namens „Amuse Gueule“ (deutsch Gaumenfreude) sind Anne Frary und Christofer Behres seit April 2018 nebenberuflich am Start.
Auch privat sind beide ein Paar, haben sich über die gemeinsame Liebe zum Kochen kennen und lieben gelernt. Behres ist gelernter Koch. Bei einem Praktikum im Restaurant „Altes Bahnhöfel“ auf der Reichenbach hat er seinerzeit Feuer für den Beruf gefangen und ist dabei geblieben. Seit 20 Jahren kocht er dort. Frary ist Hotelfachfrau, arbeitet zeitweise im gleichen Betrieb und im Hauswirtschaftsbereich einer Kindertagesstätte in Dahn. „Auch wenn wir nach einem 14 Stunden langen Arbeitstag nach Hause kommen, nehmen wir uns gerne die Zeit zum gemeinsamen Kochen“, sagt sie. Der Freundeskreis schätzt ebenfalls die Einladungen bei dem Paar, das dann in der Küche allerlei zaubert und gerne auch Neues ausprobiert. „Unsere Freunde sind oft die Versuchskaninchen, aber eigentlich immer davon begeistert“, erzählt Frary lachend.
Abgehobene Küche ist nicht ihr Ding
Mit einem Buffet bei der Hochzeit des Bruders habe es angefangen erzählt Behres. Das sei so gut angekommen, dass allein über Mundpropaganda die Anfragen für weitere Engagements eintrafen. Kochen ist für die beiden mehr Berufung als Beruf – „wir lieben, was wir tun“, sagt Frary. Abgehobene Küche ist dabei nicht ihr Ding. Es soll schmecken, gut aussehen, aber das gewisse Etwas darf nicht fehlen, dabei soll es bezahlbar bleiben und locker zugehen. Wichtig ist beiden die Wertschätzung der Lebensmittel und der Genuss. Kochen und Essen sind für beide nicht nur zum Sattwerden da, sondern ein Stück Kultur. „Amuse Gueule“ – die Gaumenfreude – ist nicht nur Name, sondern Programm. Bei der Nacht der 1000 Lichter in Dahn war ihr Catering in einem leerstehenden Ladengeschäft ein voller Erfolg. Der Ansturm und die Begeisterung der Gäste war überwältigend, die ganze Familie half mit. Und dass Leberwurst und Schmalzbrot in kleinen Genusshäppchen noch besser schmecken, haben die beiden bei den Adventsausstellungen des Floristikbetriebs „Gänseblümchen“ deutlich gemacht. Hier wurden die Häppchen an den vier Samstagen aus jeweils anderer landestypischer Küche serviert. „Anne ist das verrückte Genie, der kreative Kopf von uns beiden“, sagt Behres. Wenn sie anfange zu grübeln, könne er sicher sein, dass sie eine neue gute Idee ausbrüte.
Am liebsten kochen sie vor Ort frisch
Von ihrem Chef im „Alten Bahnhöfel“, Matthäus Burkhart, erhalten sie Unterstützung bei ihrer Gründung. „Dem Matthäus haben wir viel zu verdanken“, sagt Behres. Für ihren Partyservice stellt er ihnen die professionelle Küche und die Infrastruktur des Restaurants zur Verfügung. Am liebsten kochen sie aber vor Ort frisch auf dem mitgebrachten Grill oder in der Großpfanne. Ob Antipasti-Buffet im Weinberg, Wintergrillen im Schnee zum Geburtstag oder veganes und vegetarische Speisen: Sie nehmen jede Herausforderung an. Eine fertige Liste mit Gerichten gibt es bisher nicht – „wir sind offen für das, was die Kunden sich wünschen“, sagt Frary. Mit den Kunden ins Gespräch kommen, erfahren, was sie sich wünschen, was zu ihnen passt, das ist ihnen wichtiger als eine fertige Speisekarte – „es geht nicht nur ums Essen, sondern um ein Erlebnis“, sagt Frary. Nach und nach wollen sie nun anschaffen, was gebraucht wird; als erstes ist ein Kühlwagen geplant. Traum ist ein eigenes Restaurant, am liebsten in ihrem Wohnort Erfweiler, weil sie hier gerne sind und sich wohlfühlen.