Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Erfolgreiche Halbjahresbilanz: Bürgerbus der VG Lauterecken-Wolfstein befördert 2500 Fahrgäste

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Die für das Bürgerbus-Projekt Verantwortlichen und die ehrenamtlichen Helfer zogen am Freitagabend eine erfreuliche Halbjahresbilanz. Es gibt aber auch ein paar Dinge, die man noch verbessern möchte.

Dass der Bürgerbus der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein eine gute Nachfrage finden würde, daran hegte man bei Projektbeginn keinen Zweifel. Mit einem solchen Bombenerfolg hatte man allerdings nicht gerechnet. Darauf erhoben am Freitagabend die vielen Helfer ihre Gläser.

Seit Mitte Mai rollen die beiden Bürgerbusse durch die Verbandsgemeinde. 63 Ehrenamtliche unterstützen das Projekt als Telefonisten oder Fahrer, rund 2500 Fahrgäste nahmen das Angebot bereits wahr. Am 29. August, nach etwa drei Monaten, begrüßte das Bürgerbus-Team seinen 1000. Passagier. Der Leasing-Vertrag für die zwei Fahrzeuge läuft noch bis Ende 2020. Ein neuer soll dann voraussichtlich kommen, die Busse auch weiterhin rollen.

Bürgermeister Andreas Müller bezeichnete den Bürgerbus als „Erfolgsprojekt“. Nicht jedoch als seinen, sondern als den Erfolg der vielen freiwilligen Helfer. „Es gehört zu den besten Dingen, die wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das positive Feedback ist überwältigend.“ Diese Anerkennung gab Müller am Freitagabend an das Team weiter und betonte die wichtige Rolle, die der Bürgerbus gegen die Vereinsamung der älteren Bevölkerung spiele.

Als zusätzliche Bestätigung überreichte Andreas Heinz vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium einen Förderbescheid der Landesregierung. Die Maßnahme wird mit der Höchstsumme von 8500 Euro unterstützt. „Der Bürgerbus ist ein Projekt, durch das man Zusammenhang erkennt“, sagte Heinz bei der Übergabe. Erfreulich außerdem: Mit der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein sei der letzte weiße Fleck im Landkreis geschlossen, erklärte Heinz.

Die Nachfrage für die Mitfahrgelegenheit ist gewaltig. Ob Einkaufsfahrten, Arztbesuche oder Friseurtermine: Fast 24.000 Kilometer haben die beiden Busse im Zeitraum Mai bis November zurückgelegt. Davon allein rund 14.600 Kilometer die Touren durch den Wolfsteiner Raum.

„Am meisten werden die Busse in den Seitenteilen angenommen, insbesondere dort, wo keine Zugverbindung besteht“, weiß Arno Scheidt aus Kreimbach-Kaulbach. Seit Projektbeginn ist er als Busfahrer dabei. Als klare Beispiele nennt Scheidt Dörfer wie Eßweiler und Jettenbach oder das Odenbachtal. Hier sieht man Verbesserungsbedarf.

„Für 2020 planen wir, einige Orte in andere Touren zu verlegen, damit die Leistung beider Busse angepasst wird“, erklärte Bürgerbus-Koordinator Rolf-Dieter Suffel. So könnte zum Beispiel das Odenbachtal zukünftig mit der Lauterecker Tour gefahren werden. Auch habe man das Problem mit der Mittwochs-Planung und Koordination erkannt. Diese findet in benachbarten Räumen des gut besuchten Jugendtreffs in Lauterecken statt. Die geräuschvolle Kulisse sei hierfür nicht die beste Umgebung.

„Gerne würden wir außerdem eine weitere Tour unterbringen. Dafür fehlen uns aber leider zusätzliche Helfer, insbesondere Fahrer“, erklärte Suffel. Ein dritter Bus könne jedoch aus Kostengründen nicht angeschafft werden.

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