Rheinpfalz Einwurf: Wenn, dann alle

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Der Wunsch der Hauensteiner nach einer Annahmestelle für Sperrmüll vor Ort ist verständlich. Schließlich müssen die Einwohner bis nach Dahn-Reichenbach fahren, wenn sie nicht mehr benötigte Haushaltsgegenstände ordnungsgemäß entsorgen wollen. Die Alternativen wären zu warten, bis genügend Sperrmüll für die eine kostenlose Abholung pro Jahr zusammengekommen ist, oder die Altlasten irgendwo in der Landschaft zu entsorgen. Das ist natürlich nicht wirklich eine Alternative, doch leider begünstigt das Fehlen einer legalen ortsnahen Entsorgungsmöglichkeit solch frevelhaftes Verhalten. Die früher praktizierte Abholung zu zwei festen Terminen im Jahr war natürlich komfortabler. Andererseits würde die Kreisverwaltung einen Präzedenzfall schaffen, bekämen die Hauensteiner ihren Wunsch erfüllt. Dann müssten in allen anderen Wertstoffhöfen im Kreis ebenfalls Annahmestellen eingerichtet werden – also sieben weitere. Zu zahlen hätten diese Annehmlichkeit alle Bürger im Kreis – über höhere Abfallgebühren. Wer will das?

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