Rheinpfalz Einwurf: Leichtes Spiel für Rattenfänger

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35 Bürgerinnen und Bürger zeigten am Mittwoch durch ihre Anwesenheit, dass sie in einer Bürgerinitiative, die den Anschluss der VG Hauenstein an die VG Annweiler und damit die Durchsetzung des Bürgerwillens fordert, mitarbeiten wollen. Keine grandiose Zahl, aber eine Zahl, auf der sich aufbauen lässt. Enttäuschend freilich ist, dass der Altersdurchschnitt der Anwesenden deutlich jenseits der 60 lag. Haben die Jungen kein Interesse an der Zukunft ihrer VG? Oder haben sie, was noch schlimmer wäre, den Eindruck, dass „die da oben“ eh schon alles entschieden haben, dass die Meinung der Betroffenen nichts zählt und sich deshalb Engagement schlicht nicht lohnt? Wenn dem so wäre – und es spricht nicht viel dagegen – dann müssen die politisch Verantwortlichen verdammt aufpassen, dass sich ein solcher Eindruck nicht verfestigt. Denn dann haben politische Rattenfänger, die ja momentan zuhauf unterwegs sind und für alles einfache Lösungen versprechen, leichtes Spiel. Die Kommunalreform hat hohes emotionales Potenzial: Da kann der sture Verweis auf ein 2010 verabschiedetes Gesetz nur verärgern. Und er treibt die Hasen in die falschen Ställe.

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