Rheinpfalz Einst ein Viertel Juden

Proppenvoll war das Jüdische Museum bei der Gedenkfeier am Sonntagnachmittag. Josef Wintringer (am Pult) beschrieb die Geschicht
Proppenvoll war das Jüdische Museum bei der Gedenkfeier am Sonntagnachmittag. Josef Wintringer (am Pult) beschrieb die Geschichte der Juden in Steinbach.

So groß war das Interesse an der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht im Jüdischen Museum am Sonntagabend in Steinbach, dass das Museum fast schon überfüllt war.

Einige Besucher verfolgten die Veranstaltung im Treppenhaus stehend oder gingen vorzeitig nach Hause. Josef Wintringer, Vorsitzender des Heimatvereins, erinnerte an das jüdische Leben in Steinbach. Im 19. Jahrhundert seien zeitweise etwa ein Viertel der Bewohner Juden gewesen, weshalb das Dorf auch Juden-Steinbach genannt worden sei. Der Historiker und ehemalige Leiter des Institutes für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Roland Paul, hielt einen Vortrag über „Die Pogrome vor 80 Jahren in offiziellen Berichten und persönlichen Erinnerungen mit Beispielen aus der Westpfalz“ . Der von Klemens Bott geleitete Chor „SomeSing“ aus Breitenbach sang Friedenslieder wie „Imagine“ von John Lennon, „Fragile“ von Sting oder „Weiße Fahnen“ von Silbermond. Zudem wurde der geplante Wanderweg „Jüdisches Leben im Oberen Glantal“ vorgestellt.

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