Rheinpfalz „Einen bezahlten Pfarrer gibt es nicht“

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«Ramstein-Miesenbach.» Die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ – allgemein besser bekannt als Mormonen – will im Gewerbegebiet Am Wasserturm ein Gotteshaus errichten. Das Gelände ist gekauft, der Bauantrag muss noch gestellt werden. Wann das Gebäude stehen soll, ist noch nicht klar. Jeder sei willkommen, sagt Pressesprecher Ralf Grünke.

Warum wurde der Standort in Ramstein-Miesenbach gewählt?

Derzeit besuchen Gläubige der Umgebung Gottesdienste in unserem Gemeindehaus Kaiserslautern. Es geht darum, kürzere Wege zu schaffen. Steht die Kirche, wenn sie errichtet ist, jedem offen – also auch Menschen, die sich das einfach mal anschauen und sich informieren möchten? Zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen sind alle willkommen. Wie läuft so ein Gottesdienst ab? Und wann findet er für gewöhnlich statt? Alle Sonntagsgottesdienste sind Familiengottesdienste. Außerdem gibt es Kurzpredigten, die reihum von Mitgliedern der Gemeinde gehalten werden. Im Mittelpunkt stehen Jesus und das christliche Abendmahl. Danach treffen sich die Gläubigen zur Sonntagsschule oder zu Gesprächskreisen. Es ist vorgesehen, dass sich mehrere Gemeinden das Gebäude teilen. Folglich werden sonntags mehrere Gottesdienste abgehalten. Es hieß, dass sich die Kirchenmitglieder gerne ins örtliche Leben einbringen. Wie kann das aussehen? Unsere 160 Gemeinden in Deutschland engagieren sich unterschiedlich. Mancherorts organisieren sie mit dem Roten Kreuz Blutspendeaktionen, anderswo unterstützen sie die Flüchtlingshilfe oder Einrichtungen für Wohnungslose. Zum Gemeindeleben gehören Jugendarbeit, Kindergottesdienste und Frauengruppen. Auch war die Rede davon, dass neben Gottesdiensten Kurse angeboten werden. Wie häufig soll das geschehen? Das hängt vom Bedarf und auch davon ab, wie viele Freiwillige sich finden. Die Gemeindearbeit wird ehrenamtlich geleistet, einen bezahlten Pfarrer gibt es nicht. In vielen Gemeinden werden kostenlose Englischkurse angeboten, auch Beratung zur Familienforschung gibt es. Handelt es sich bei den Mitgliedern überwiegend um US-Amerikaner? Die meisten der 40.000, die sich in Deutschland zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bekennen, sind keine Amerikaner. In Ramstein und Umgebung ist das wegen der starken Präsenz von US-Staatsbürgern anders. | INTERVIEW: Bernd Barth

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