Rheinpfalz Ein neues Dach für das Gotteshaus
Renoviert wird derzeit die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt und St. Aegidius in Erlenbach. Insbesondere die Schäden am Dach erforderten eine rasche Sanierung, um das barocke Kirchlein in seiner Substanz zu erhalten.
Das Dach sei undicht gewesen, berichtet Wilhelm Kullick vom Verwaltungsrat. Etliche Ziegeln waren gebrochen oder verschoben. Das Dach war noch mit älteren Biberschwanz-Ziegeln gedeckt. Auch der Ansatz und der untere Kranz des Dachreiters, welche verschiefert sind, seien beschädigt gewesen. Daneben war auch die Dachrinne undicht, die gesamte Dachfläche war also sanierungsbedürftig. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde jetzt das Dach durch die Zimmerei Hans-Peter Engel aus Birkenhördt komplett neu eingedeckt. Nach der ersten Untersuchung des Daches konnten die Verantwortlichen erst mal aufatmen – das Gebälk des Dachstuhles war weitgehend in Ordnung. Da das Kirchlein unter Denkmalschutz steht, wurde für die Eindeckung wieder ein Biber-Ziegel mit Korbbogen-Schnitt verwendet. Hierbei wurde die Lattung, welche teils zerbrochen war, erneuert und eine Folienabdichtung angebracht. Ausgetauscht wurden auch die Dachrinnen. Die untere Turmkranzverschieferung und der Dachanschluss werden erneuert. Die hölzernen Gitter der Schallfenster wurden bei dieser Gelegenheit ebenfalls erneuert. Derzeit ist noch ungewiss, so Kullick, ob die Turmverschieferung ebenfalls erneuert werden muss. Das werde nun in den nächsten Tagen von Fachleuten untersucht. Die Turmbekrönung sei jedenfalls sanierungsbedürftig. Für die Dachsanierung musste die gesamte Kirche durch die Firma Benoit aus Dellfeld eingerüstet werden. Da die Aegidius-Kirche hart an der Hauptstraße und in einer Kurve steht, war der Baubeginn auch von den Bauarbeiten des LBM am Reichenbacher Kreisel und der Leitungsverlegung zwischen Bundenthal und Niederschlettenbach abhängig, da diese Straße als Umleitungsstrecke dienen musste. Weil das Kirchlein so dicht an der L 490 steht, war ursprünglich vorgesehen, den Verkehr an der Baustelle mittels Ampel vorbeizuleiten. Durch Änderung der Gerüststellung und Aufstellung von Absperrblöcken auf der Fahrbahn konnte dies vermieden werden. Positiv war das sicherlich für den Verkehrsfluss. Die Sanierung sei wichtig für die Substanzerhaltung, betont Kullick. Die Bausumme mit Baunebenkosten werde rund 150.000 Euro betragen, wovon das Bistum 60 Prozent trage. Eine solche Maßnahme sei für eine kleine Kirche nur durch Mitwirkung der Pfarrei Heiliger Petrus und des Bischöflichen Ordinariates sowie durch Spenden möglich. Um den Eigenanteil aufzubringen, führen die Erlenbacher seit Mitte des Jahres eine monatliche Kollekte durch und bitten weiterhin um Spenden, wofür man dankbar sei. Die Sanierung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. Der Gottesdienst wird durch die Baumaßnahme nicht beeinträchtigt. Spenden Wer die Sanierung unterstützen will, kann auf das Spendenkonto der Kirchenstiftung Erlenbach bei der R&V-Bank Dahn spenden: IBAN DE 27 548913000071944204.