Rheinpfalz Ein „Leuchtturm“ heißt Adipositas-Chirurgie
Eine „Achterbahn der Gefühle“ hat Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, das Jahr 2016 aus Sicht des Klinikums genannt. Nach manchen Dellen und Steigerungen stehe aber unterm Strich ein positiver Jahresabschluss. Mit der Entwicklung der Häuser in Rockenhausen und Kirchheimbolanden zeigte sich Förster zufrieden, als der die Bilanz im Kreistag des Donnersbergkreises vorstellte.
Als besonders erfreulich strich Förster heraus, dass in Kirchheimbolanden die Geburtenzahl wieder deutlich angestiegen sei, von 353 im Jahr 2015 auf nun 423. Für 2017 hoffe man auf eine ähnliche Steigerung – was allerdings „sportlich“ wäre und nicht als Ziel ausgegeben werde. Als weiteren positiven Indikator nannte Förster gestiegene Fallzahlen. 53.922 Patientenfälle an den vier Standorten Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen bedeuteten ein Plus von 930,5. Für Kibo weist die Statistik eine Steigerung um 215,5 auf 5633 aus, für Rockenhausen ein leichtes Minus um 23 auf 3493. Für die beiden Donnersberger Häuser seien das keine großen Abweichungen. Die Gesamtauslastung in Rockenhausen und Kibo liege mit 67,12 Prozent zwar unterm Durchschnitt der GmbH (78,23 Prozent) und ein gutes Stück von der Marge von 85 Prozent entfernt, die als Vollauslastung angesehen werde. Gleichwohl „sind wir mit der Auslastung absolut zufrieden“, so Förster. Mehr gäben gerade die kurzen Verweildauern nicht her. Er hob hervor, dass man auch in der Absicht, die Grund- und Regelversorgung durch einige „Leuchttürme“ zu ergänzen, gut vorankomme. Er nannte die Adipositas-Chirurgie, für die es landesweit derzeit kein Zentrum gebe. Er hoffe, dass die Zahl von 50 Patienten erreicht werde, die für die Zertifizierung als Adipositas-Zentrum vorausgesetzt wird. Die Entwicklung solcher Zentren sei gleichwohl mit großem Aufwand und hohem Dokumentationsbedarf verbunden. „Wir müssen mittlerweile mehr schreiben als behandeln“, so Förster. Sehr gut angelaufen sei die Geriatrie in Rockenhausen, Förster verwies auf die Aufstockung um fünf Planbetten. Die Auslastung der Abteilung liege bei über 91 Prozent. Sei es vor einigen Jahren noch schwierig gewesen, geriatrische Fachärzte zu bekommen, so bilde das Klinikum sie inzwischen selbst aus. Gut angenommen werde auch das Darmkrebszentrum. Insgesamt beschäftigte die GmbH im vergangenen Jahr 2850 Vollkräfte, rund 363 davon im Donnersbergkreis, eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Nachdem das Klinikum im dritten Quartal noch mit 465.000 Euro im Minus gestanden habe, sei es im Jahresendspurt gelungen, ein knappes Plus von 163.682 Euro zu erzielen. Das sei bei einer Bilanzsumme von 260 Millionen kein stolzer Betrag, aber Ziel des Klinikums sei ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Förster merkte aber an, dass die Arbeit in Anbetracht der finanziellen Bedingungen von Jahr zu Jahr schwieriger werde, die Belastung der Mitarbeiter steige stetig. |bke