Rheinpfalz Ein halbes Jahrhundert KfD

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Im Rahmen eines festlichen Jubiläumsgottesdienstes feierte die Katholische Frauengemeinschaft (KfD) Waldfischbach-Burgalben am Samstag in der Pfarrkirche St. Josef ihr 50-jähriges Bestehen. Dabei wurde das KfD-Gründungsmitglied Anna Wagner, die am 5. Juni ihren 100. Geburtstag feierte, geehrt.

„Seit 50 Jahren ist unsere Frauengemeinschaft fester Bestandteil im Pfarrgemeindeleben“, sagte die KfD-Vorsitzende Gertrud Müller und stellte fest, dass viele Anstöße von der KfD ausgingen und viele wichtige Aufgaben verantwortlich und verlässlich von den Frauen übernommen worden seien. Die fast 100 Mitglieder würden eine lebendige Frauengemeinschaft bilden, die von Glaube, Nächstenliebe, Respekt, Freude, Hoffnung, gemeinsamen Gebet und Liebe geprägt sei. Vor diesem Hintergrund sehe sich die KfD gleich einem Baum, der in Gott verwurzelt sei. Pfarrer Berthold Koch lobte das „50-jährige Miteinander und Füreinander im Glauben“, den man in der KfD mutig und kreativ erfahren könne. Es sei eine Heimat für die Frauen, die den Glauben vorleben. Reif an Jahren sei die KfD, der frisches Blut – sprich Nachwuchs – gut tun würde. Auch Pfarrer Koch gratulierte Anna Wagner zum 100. Geburtstag. Sie erblickte als Anna Kobel am 5. Juni 1914 in Waldfischbach das Licht der Welt. Ihre Eltern waren Anna Kobel, geborene Bock, und August Kobel. Sie war das älteste von drei Kindern, ihre beiden Brüder sind bereits verstorben. Anna Wagner hat fünf Kinder, neun Enkel und zwölf Urenkel, die sie regelmäßig besuchen. 1986 verstarb ihr Mann Thomas. Sie lebt bei ihrer jüngsten Tochter im Haus und erhält dort auch regelmäßig Besuch von ihren Freundinnen. Als Zeitzeugin kann sich Anna Wagner noch sehr gut an Geschehnisse erinnern und so manche Unklarheiten aufklären. Wagner war immer aktiv an Gemeinschaftsaktivitäten in der Kirche beteiligt. In ihrer Erinnerung ist das Kirchweihfest und die Glockenweihe der katholischen Kirche St. Joseph, die 1929 bis 1930 erbaut wurde, sehr lebendig. In ihrer Jugend war sie Mitglied in der katholischen Mädchengruppe „Weiße Rose“, wie ein Bild aus dem Jahr 1932 bestätigt. Im Zweiten Weltkrieg war sie, wie viele andere junge Frauen auch, als Lazaretthelferin in der ehemaligen Hauptschule in der Hauptstraße (heutiges Gelände Autohaus Höbel) eingeteilt. 1964 gehörte Anna Wagner zu den Gründerinnen der KfD in Waldfischbach, der sie nun ein halbes Jahrhundert angehört. (jn)

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