Eisenberg „Ein Grundstock, keine Vorentscheidung“
hat sich am Samstag auf der Landesvertreterversammlung der CDU in der Veranstaltungshalle der Gartenschau in Kaiserslautern von Platz 13 auf Platz acht der Landesliste für die im September stattfindende Bundestagswahl vorgekämpft (wir berichteten in der RHEINPFALZ am SONNTAG). Der Abgeordnete im Wahlkreis Kaiserslautern, der seit einer Legislaturperiode im Bundestag sitzt, hat sich damit eine gute Ausgangsposition geschaffen, über die Landesliste wieder in das Plenum in Berlin einziehen zu können, sollte er den Wahlkreis nicht direkt gewinnen können. Jung gewann bei der Aufstellung der Landesliste eine spannende Gegenkandidatur um Platz acht gegen den Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Neustadt/Speyer und Landesvorsitzenden der Jungen Union, Johannes Steiniger. Bei der Abstimmung votierten 133 Delegierte für Jung, 100 für Steiniger. Steiniger war 2013 über Platz 16 auf der Landesliste in den Bundestag eingezogen. Am Sonntag, einen Tag nach der erfolgreichen Gegenkandidatur um Platz acht auf der Landesliste der CDU ist Xaver Jung beim Frühschoppen in Börrstadt im Donnersbergkreis. Er sitzt hier beim Anruf der RHEINPFALZ noch mit einigen Leuten zusammen. Der Frühschoppen läuft zu dem Zeitpunkt noch, ist zum Spätschoppen geworden. Wie war für ihn der Samstag nach der gewonnenen Schlacht auf der Landesvertreterversammlung in Kaiserslautern noch abgelaufen? „Man braucht“, so erzählt Xaver Jung mit der Geräuschkulisse des Frühschoppens im Hintergrund, „eine gewisse Zeit, bis das Adrenalin wieder unten ist.“ Am Abend war der CDU-Bundestagsabgeordnete mit der Familie essen, in der „Ziegelhütte“ in Kusel, einem bekannten italienischen Lokal vor den Toren seines Wohnorts Rammelsbach. Ruhiger Abschluss eines aufregenden Tages. Er war guter Dinge, sagt Xaver Jung, in der Rückschau auf den Ausgang des Rennens um Listenplatz acht. Er wusste, dass er gut vorbereitet war, dass er gute Argumente hatte, bilanziert er die Situation gut 24 Stunden später. Was ihn unsicher machte, war, nicht zu wissen, welche Argumente Johannes Steiniger, sein Mitbewerber, vor den Delegierten ausbreiten würde und welche Absprachen im Hintergrund von ihm getroffen worden waren. Xaver Jung sieht seinen Wiedereinzug in den Bundestag noch nicht in trockenen Tüchern. „Es ist keine Vorentscheidung. Es ist vielmehr ein Grundstock, auf dem man aufbauen kann“, ordnet er den erkämpften Platz acht auf der Landesliste der Partei ein. Es sieht aber in der Platzierung die Möglichkeit, glaubhaft sagen zu können, dass er nunmehr gute Chancen hat, nach der Wahl wieder in den Reichstag in Berlin zurückkehren zu können. Das hilft, so sagt er, als Gesprächspartner weiterhin akzeptiert zu werden.