Rheinpfalz Ein Fundstück kehrt heim

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Wachenheim. Die Nachbildung eines etwa 800 Jahre alten Kerzenleuchters aus Bronze hat seinen Ehrenplatz im Museum der Wachtenburg in Wachenheim bezogen. Das Stück, das 2009 bei Grabungsarbeiten entdeckt worden war, wurde in der Landesarchäologie Speyer liebevoll restauriert.

Genau an diesem Ort, an dem die Kopie nun in einer Glasvitrine Platz findet, hat ein ehrenamtlicher Helfer an einem kalten Februartag vor fünf Jahren den Sensationsfund gemacht, berichtet Dieter Weilacher, Vorsitzender des Förderkreises zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg. „Dieser Fund war für unsere Region schon etwas Besonderes“, sagt Weilacher. Zwar nahm er das Original zur Begutachtung nach den abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten entgegen, aber in der Vitrine werde ein Duplikat ausgestellt, wie er betonte. „Wir haben ganz bewusst eine Kopie gewollt, damit man nicht denkt, man kann wertvolle Gegenstände hier bei uns ergattern“, erklärte der Vorsitzende. Die Nachbildung wurde in der Landesarchäologie Speyer angefertigt und sei kaum vom Original zu unterscheiden, so Weilacher. Einzig und allein die grüne Patina, die sich auf dem Gegenstand aus Bronze bilde, lasse das Original erkennen, erklärte Andrea Zeeb-Lanz, die bei der Landesarchäologie Speyer als Gebietsleiterin für den Kreis Bad Dürkheim zuständig ist. „Es ist schon außergewöhnlich, dass man ein so gut erhaltenes Stück findet“, meinte sie. Wer ganz genau hinschaue, erkenne die filigranen Arbeiten, die sich am Fuß des 15 bis 18 Zentimeter hohen Kerzenleuchters tummeln. Oben zieren Löwen den Bronzeleuchter, der nach Einschätzung der Experten um 1160 in Frankreich hergestellt worden ist. Wachenheims Bürgermeister Torsten Bechtel lobte das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Helfer, das sich in diesem Falle besonders gelohnt habe. „Ohne dieses Projekt, das der Förderverein ermöglicht hat, hätten wir den Kerzenleuchter nie gefunden“, sagte Bechtel. Zeeb-Lanz versicherte, dass das Original „immer wieder seinen Weg auf die Wachtenburg finden wird“. Zu besonderen Anlässen und Aktionen sei man bestrebt, das wertvolle alte Stück wieder an seinen Fundort zurückzubringen. Nach der Eröffnung des Museums, für die es laut Weilacher noch keinen konkreten Termin gibt, können Interessierte selbst einen Blick auf die Kopie des Fundstücks werfen. (lai)

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