Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Speyerer Rotes Kreuz will eigenes „Wunschmobil“ anbieten

„Facciolata“: Simone Heilmann (Mitte) übergibt Fackel an DRK-Schwesternschaft Neustadt.
»Facciolata«: Simone Heilmann (Mitte) übergibt Fackel an DRK-Schwesternschaft Neustadt.

Bei einer bundesweiten Aktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist die Fackel der „Fiaccolata“ in Speyer empfangen worden. Dabei wurde für das „Wunschmobil“-Projekt geworben.

Der DRK-Kreisverband Speyer hat die Übergabe der „Fiaccolata“-Fackel am Donnerstag mit einem Benefizabend auf seinem Gelände in der Karl-Leiling-Allee verbunden. Die Fackel-Aktion steht unter dem Motto „Menschlichkeit gestaltet Zukunft“ und erinnert weltweit an die Ziele und die Entstehung der Rotkreuzbewegung. „Sie steht für Menschlichkeit. Für Hoffnung. Und für das Versprechen, füreinander da zu sein“, sagte der Speyerer DRK-Präsident Maurice Main über das leuchtende Symbol, das von der Domstadt weiter zur DRK-Schwesternschaft Neustadt zog – und von dort weiter ins italienische Solferino als Ursprungsort des DRK.

Spenden gesammelt

Beim Benefizabend im Beisein von Bürgermeister Alexander Schubert (CDU) als Schirmherr wurden 1000 Euro an Spenden für das „Wunschmobil“ eingenommen, das der Kreisverband plant. Das soll laut Kreisgeschäftsführerin Simone Heilmann der Auftakt zu einer größeren Spendenaktion sein. „Noch ist es kein fertiges Fahrzeug. Noch ist es eine Idee, ein Ziel, ein Projekt, das gerade im Aufbau ist. Aber es ist eine Idee, die schon jetzt unglaublich viele Menschen bewegt. Wir möchten Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch einmal einen Herzenswunsch erfüllen“, sagte Main dazu. Heilmann lobte er als Initiatorin mit viel Herzblut.

Mit dem Wunschmobil will sich der Kreisverband an schwerstkranke und behinderte Menschen richten. Es soll dieser Zielgruppe laut Heilmann „ermöglichen, trotz schwerer Erkrankung oder Einschränkungen noch einmal besondere Orte oder bedeutende Menschen zu erreichen“. Das könne ein Besuch im eigenen Zuhause oder Garten sein, ein Wiedersehen mit Familie, Freunden oder Haustieren oder die Fahrt zu einem persönlichen Lieblingsort. „Im Mittelpunkt stehen dabei Würde, Lebensqualität und emotionale Momente.“

Umbau erforderlich

Geplant sei die Neuanschaffung eines Fahrzeugs, sobald ausreichend finanzielle Mittel durch Spenden und andere Formen der Unterstützung zusammengetragen wurden. Es werde ein Krankentransportwagen beschafft und anschließend speziell zum Wunschmobil umgebaut. „Dabei steht der liegende Transport im Vordergrund, da eine sitzende Beförderung in der Regel nicht möglich ist“, erklärt Heilmann. Es müssten unter anderem komfortable, patientengerechte Liege- und Transportsysteme eingebaut, der Innenraum angenehm gestaltet – etwa mit warmer Beleuchtung – und Platz für private, aber auch medizinische oder pflegerische Begleitung geschaffen werden.

Das Projekt werde durch den DRK-Kreisverband getragen und in dessen Strukturen eingebunden, so Heilmann. „Die Fahrten werden individuell geplant und erfolgen in enger Abstimmung mit Angehörigen, Pflegeeinrichtungen und Palliativdiensten.“ Weitere Spendenaufrufe oder Benefizveranstaltungen seien geplant. Dankbar ist das DRK auch für die schon geleistete Unterstützung der Chemiefirma Thor. Jeder Euro trage dazu bei, „persönliche Herzensmomente zu erleben“. Spendenmöglichkeiten stehen im Internet unter www.drk-kv-speyer.de/spenden/.

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