Rheinpfalz Ein Beitrag zur Müllvermeidung

Bereits seit knapp 22 Jahren gibt es das Geschirrmobil der Verbandsgemeinde Lauterecken, das quasi jedermann mieten kann, auch außerhalb der VG Lauterecken. Angeschafft wurde es aus dem Umweltschutzgedanken heraus.
„Überwiegend mieten Vereine das von der Volksbank gestiftete Geschirrmobil für größere Veranstaltungen und Feste“ erklärt Margit Klahr-Bender. Sei es für den Weihnachts- oder Bauernmarkt oder andere größere Veranstaltungen. Seltener werde das Angebot für Privatveranstaltungen wie Hochzeiten genutzt; aber auch Schulen und andere Institutionen würden ab und an auf den Anhänger zurückgreifen. Erste Ideen zu dem Mobil wurden bereits 1991 entwickelt und im Juni 1992 wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. Sein Alter merke man dem Mobil jedoch nicht an, betont Klahr-Bender. Angeschafft wurde es „aus dem Umweltschutzgedanken zur Abfallvermeidung heraus“, teilt sie mit. Das Angebot soll die Veranstalter unterstützen, nicht mehr auf Plastikgeschirr zu setzen und somit Unmengen an Müll zu produzieren. Daher soll der Slogan „Mehrweg statt Einweg“ Leitgedanke der Mieter sein, und im Allgemeinen möglichst auf Einwegprodukte verzichtet werden, wie der Benutzungsordnung zu entnehmen ist. Zu mieten ist das Mobil nicht nur innerhalb der Verbandsgemeinde Lauterecken. Nicht selten würde es in den Verbandsgemeinden Meisenheim, Altenglan oder gar bis Otterbach vermietet werden. Für 65 Euro je Nutzungstag können die Mieter auf die je 300 Kaffee- und Menügedecke, 250 Salatschüsseln, die auch als Suppenschüsseln genutzt werden können, und 160 Gläser zurückgreifen. Im Mietpreis enthalten ist eine Industriespülmaschine. Außerdem ist es auch möglich, für 30 Euro nur Besteck und Geschirrteile zu mieten. Wer eine Veranstaltung plant und das Geschirrmobil mieten möchte, meldet sich zur Reservierung im Bürgerbüro. Ist der Termin frei, geht dem Veranstalter ein Vertrag mit den Konditionen zu. Am letzten Werktag vor der Veranstaltung wird die Übergabe mit dem Hausmeister durchgeführt. Bei der Rücknahme wird eine Abnahme gemacht, das heißt auch nachgesehen, ob das Geschirr trocken und sauber oder zerbrochen/verloren und somit vom Mieter zu ersetzen ist. Für einen fehlenden Menüteller werden beispielsweise 5,30 Euro, für eine Kuchengabel 70 Cent und für ein Glas 90 Cent fällig. Einen Fahrdienst für das rund 1600 Kilogramm schwere Mobil gibt es nicht. Man muss den Transport selbst regeln, denn „da wären die Kosten viel zu hoch, außerdem wird das Geschirrmobil oft am Wochenende vermietet“ begründet Klahr-Bender. Die Auslastung sei recht unterschiedlich, aber „könnte deutlich besser sein“, teilte sie mit. Ein Grund sei, dass Gastronomen immer öfter auch Geschirr bereitstellen würden. (sbs)