Rheinpfalz Dreispurig an Nase vorbei
Die schon fertige Planung für den dreispurigen Ausbau der B 10 an der Felsnase bei Hauenstein sollte nicht angerührt werden. Richard Lutz, Leiter des Kaiserslauterer Landesbetriebs Mobilität (LBM), warb am Mittwoch bei einem Ortstermin mit SPD-Politikern eindringlich für die vierspurige Ausbauvariante, die weitgehend auf dem bisherigen Verlauf liegt und nur für einen Teil nach Süden schwenkt.
In der Verbandsgemeinde Hauenstein gibt es Vorlieben für die sogenannte Südvariante, die komplett nach Süden in den Wald schwenken würde. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Glöckner (Lemberg) und Gustav Herzog (Kaiserslautern) hatten den LBM-Leiter um den Ortstermin gebeten, um Änderungswünsche der örtlichen Politik zu diskutieren. „Jetzt ist die Planung noch nicht so weit“, meinte Angelika Glöckner. Ein Wunsch war die Führung der künftig vierspurigen B 10 ganz im Süden und über die Felsnase hinaus südlich, erläuterte Andreas Wilde, SPD-Beigeordneter der Verbandsgemeinde. Der zunächst für einen dreispurigen Ausbau vorgesehene Abschnitt an der Felsnase sei plantechnisch schwierig und glücklicherweise jetzt schon fix und fertig, meinte LBM-Leiter Lutz. Die Planer seien absichtlich nahe an der bestehenden Trasse geblieben, um Eingriffe in die Natur zu minimieren, so Lutz. „Wenn ich jetzt hier eine andere Variante ins Gespräch bringe, kann an der Felsnase erst was passieren, wenn die B 10 von Hinterweidenthal bis Hauenstein komplett fertig geplant ist“, warb Lutz für den 2020 startenden Baubeginn beim dreispurigen Abschnitt an der Felsnase. 2024 könnte hier der Verkehr dann dreispurig rollen, während sonst zu diesem Zeitpunkt nicht mal die Planung für den vierspurigen Ausbau fertig wäre. Eine Vorgehensweise, die auch der Abgeordnete Gustav Herzog favorisiert. „Jetzt ist die Gelegenheit so günstig wie nie, da das Geld auch da ist“, meinte der Kaiserslauterer Abgeordnete. Bei einer Planänderung und Verschiebung um mehrere Jahre wäre nicht sicher, ob sich bis dahin die Finanzlage des Bundes nicht zum Schlechteren verändert hat und dann gar nichts passiert. Der LBM-Chef favorisiert generell die Variante, die großteils auf der bestehenden Trasse verläuft und nur im Bereich Katharinenhof nach Süden abzweigt, womit ein großes Brückenbauwerk für die Bahnquerung gespart werden könnte. Diese Brücke unter Verkehr und gleichzeitig mit der Bahn vierspurig auszubauen, sei bautechnisch fast nicht zu schaffen. Eine Entscheidung über die Variante, die in die Detailplanung geht, wird laut Lutz für Sommer erwartet.