Rheinpfalz Drei Ladesäulen geplant

Die Stadtwerke wollen die Ladesäulen für E-Autos finanzieren.
Die Stadtwerke wollen die Ladesäulen für E-Autos finanzieren.

Die Stadt und die Stadtwerke Annweiler erarbeiten seit einiger Zeit ein Konzept für E-Mobilität, das Werkleiter Reiner Paul in der Stadtratssitzung am Mittwochabend vorstellte. Bisher hätten die Stadtwerke dazu geraten, die Entwicklung abzuwarten, da die Anlagen nicht wirtschaftlich seien. „Gleichwohl werden wir uns dem Trend nicht mehr verschließen können.“

In einer ersten Ausbaustufe sollen zunächst drei von den Werken finanzierte Ladesäulen für Elektroautos aufgestellt werden, davon eine als Schnellladestation. Man muss mit Kosten von 25.000 Euro rechnen. Als Standorte schlug Paul die Parkplätze am Bahnhof, an der VR-Bank und an der Verbandsgemeinde vor. Er sagte auch ähnliche Einrichtungen für E-Bikes zu. Eine Ladestation soll am VG-Rathaus ihren Platz finden, wenn der Zugang barrierefrei umgebaut wird (wir berichteten). In einer zweiten Stufe ist der Aufbau eines Car-Sharing-Projekts in Kooperation mit dem Landauer Projekt Esel (Energie Südwest Elektroautos für Landau) angedacht. Paul sagte, die Strompreise müssten 2018 wegen gesunkenen Einkaufpreise nicht angehoben werden. Um auch behinderten Menschen den Weg zur Natur besser zugänglich machen zu können, ist vom Land das Projekt „Tourismus für alle“ ins Leben gerufen worden. Der Stadtrat befasste sich nun mit dem Vorschlag des Tourismusbüros, dazu einen barrierefreien Wanderweg vom Forsthaus Annweiler zum Kirschfelsen anzulegen und damit die Tourismusregion Trifelsland zu stärken. Das Vorhaben ist mit 164.000 Euro Kosten veranschlagt. Der Weg führt durch Stadtwald, deswegen liegt die Entscheidung beim Stadtrat. „Wir wären die ersten Teilnehmer und könnten mit 80 Prozent an Fördermitteln rechnen“, warb erster Stadtbeigeordneter Viktor Schulz (FWG) für das Vorhaben. Der Verbandsgemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, sich an den ungedeckten Kosten mit bis zu 12.500 Euro zu beteiligen. Im Rat gab es Bedenken. Man könne gehbehinderte Menschen nicht ohne Gefahr über einen Wirtschaftsweg führen, wurde angemerkt. Zudem sei der Kirschfelsen kaum bekannt und zu weit entfernt. Ein Objekt in der näheren Umgebung der Stadt sei sinnvoller. Lieber solle man sich mit einem barrierefreien Zugang zum Rathaus befassen, hielt Hermann Seebach (FWG) dagegen. Hinzu komme, warf Elisabeth Freudenmacher (Grüne) ein, dass man betagten Menschen die Fahrt auf dem schlechten Weg zum Forsthaus nicht zumuten könne. Schließlich lehnte der Rat das Projekt mit neun Stimmen bei sechs Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen ab. Inhaltlich hatte sich der Stadtrat bereits hinter die Resolution des Ortsbeirats Queichhambach zum B-10-Ausbau gestellt, nur sprachlich hatte er so seine Probleme mit dem Schriftstück. Deswegen hatte Wollenweber einen neuen Textentwurf verfasst, den der Stadtrat einstimmig mittrug. Auch die Resolution des Stadtrats steht unter dem Motto „Wenn schon B-10-Ausbau, dann die Tunnel zuerst“. Da der durchgehende Ausbau der B 10 wohl nicht mehr zu verhindern sei, fordert der Stadtrat eine vorrangige Planung der Strecke zwischen Rinnthal und Annweiler-Ost. Während des Ausbaus solle die B 10 für den Transitverkehr gesperrt werden. Eine Mautgebühr solle eingeführt und eine akzeptable Lösung für den Lärmschutz gefunden werden. „Keine zusätzliche Verkehrsbelastung für Annweiler, Queichhambach und unsere Nachbargemeinden während des B-10-Ausbaus, bevor nicht alle anderen verkehrstechnischen Möglichkeiten ausgereizt sind.“

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