Eisenberg Donnersbergkreis soll Geo-Park werden

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Der Donnersberg Touristik Verband (DTV) hat am Mittwochabend im Seehaus Forelle am Eiswoog einen neuen Vorstand gewählt. Zwar bleibt Landrat Winfried Werner kraft Amtes weiterhin der oberste Vertreter des DTV, dies werde sich aber demnächst ändern, wenn sein Nachfolger als Landrat ins Amt eingeführt werden wird, kündigte er an. Außerdem informierte der Landrat über die bevorstehende Schaffung des Geo-Parks Donnersberg, der national anerkannt werden soll.

Der Geo-Park Donnersberg soll eine deutlich größere Zahl von Besuchern anlocken. Dafür werde die DTV-Geschäftsstelle nicht ausreichen, sondern eine eigene Geschäftsstelle mit einer speziellen Fachkraft benötigt, die sich nur um diesen Sachbereich kümmere. Gemeinsam mit der Leader-Region gelte es, das touristische Angebot auszuweiten. Werner gab als Ziel vor, den Geo-Tourismus noch stärker zu bewerben. Hier müsse eine Vernetzung der Angebote erreicht und diese unter einem gemeinsamen Dach vermarktet werden. „Das Ziel muss die Anerkennung als nationaler Geo-Park sein“, sagte er. Dank sprach der Landrat Judith Schappert aus, die als Geschäftsführerin des Donnersberg Touristik Verbands von 1998 bis 2016 tätig war. Sie habe wie niemand sonst die Entwicklung mitgeprägt, gleich ob es um die Schaffung des Keltendorfs in Steinbach oder um die Qualifizierung der Angebote und der Mitarbeiter ging. Schappert hat mittlerweile die Aufgabe der Geschäftsführenden Beamtin in der Kreisverwaltung übernommen. Ihr möglicher Nachfolger könnte Simon Lauchner werden, einer von 15 Bewerbern, die sich für diese Position beworben haben. Lauchner führt derzeit bereits kommissarisch die Geschäfte des DTV. Außer ihm seien noch zwei weitere Bewerber für diese Aufgabe im Rennen. Am 18. Mai laufe das letzte Vorstellungsgespräch, dann soll der Kreisausschuss am 6. Juni über die Neubesetzung der Stelle entscheiden, informierte Werner. Er dankte auch Claudia Jennewein, die seit 1993 im DTV-Vorstand mitgearbeitet hat. Die Fakten und Entwicklungen hatte Lauchner bereits zusammengetragen und präsentierte sie gemeinsam mit Werner den Versammlungsteilnehmern, die ins Seehaus Forelle an den Eiswoog gekommen waren. 2016 besuchten 66.062 Gäste den Donnersbergkreis, es wurden 134.257 Übernachtungen gezählt, was eine Steigerung von 1,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Allerdings hatte es 2015 nur eine Steigerung der Gästezahlen, hingegen einen Einbruch bei den Übernachtungszahlen um 1,7 Prozentpunkte gegeben. Die tourismusbedingten Brutto-Umsätze lagen im Vorjahr bei 14,14 Millionen Euro. Vor allem Kurzurlauber und Wochenendtouristen besuchen den Donnersbergkreis, der sich mit anderen Landkreisen ähnlicher Struktur durchaus vergleichen könne. 2,3 Übernachtungen pro Gast seien ein Wert leicht unter dem pfalzweiten Durchschnitt, hieß es. Positiv entwickelt hat sich auch die Mitgliederzahl beim DTV, 156 Kommunen, Hotels, Selbstvermarkter, Anbieter von Ferienwohnungen, Gastronomiebetriebe und auch Einzelpersonen gehören dem Verband an, acht mehr als im Vorjahr. Lauchner listete die Messebesuche und touristischen Aktivitäten auf. Leicht rückläufig sei die Nachfrage bei Wanderungen, hier sei eine stärkere Ausrichtung auf familienfreundliche und themenspezifische Touren nötig. Verabschiedet wurde in der Versammlung auch der Haushalt 2017, der ein Budget von 118.000 Euro umfasst. In diesem Jahr werde eine Entnahme aus der Rücklage nötig, da die Image-Broschüre neu aufgelegt werden muss. 2015 hatte der DTV mit einem Haushaltsvolumen von 105.657 Euro das Jahr abgeschlossen. Größte Positionen auf der Einnahmenseite sind im DTV-Haushalt der Zuschuss des Kreises mit 57.500 Euro und die Mitgliedsbeiträge mit 44.000 Euro. Bei den Ausgaben machen die Kosten für Werbung mit 86.400 Euro den Löwenanteil aus, davon 42.500 Euro für Anzeigen. Deren Erfolg wird vom DTV regelmäßig ausgewertet. Der Vorstand Erster Vorsitzender: Landrat des Donnersbergkreises, Stellvertretende Vorsitzende: Rudolf Jacob (Winnweiler/Kommunen), Alexander Wurster (Kirchheimbolanden/Hotelgewerbe), Schatzmeister: Michael Reinehr, Beisitzer: Reiner Bauer (Steinbach, Ortsbürgermeister), Marion Baumrucker (Einselthum, Ortsbürgermeisterin), Dirk Himmel (Niefernheim, Winzer), Erik Jennewein (Münchweiler an der Alsenz, Gastronom), Albert Koch (Breunigweiler, Pfrimmtaltouristik), Berthold Stollhof (Bastenhaus, Hotelier). |jös

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