Rheinpfalz Dilly: Keine private Waldbewirtschaftung

Der Stadtrat Wolfstein hat beschlossen, bei der Bewirtschaftung des Waldes auch weiterhin dem Forstamt Kusel treu zu bleiben. An der Jugendherberge soll ein Wanderparkplatz mit mindestens 32 Stellplätzen entstehen. Am 14. September wird es eine Nacht der Museen geben.
Wie Stadtbürgermeister Dilly der RHEINPFALZ mitteilte, habe man sich im nichtöffentlichen Teil der Stadtratsitzung einstimmig für einen Verbleib beim Forstamt Kusel ausgesprochen. „Wir wollen keine private Bewirtschaftung unseres Waldes“, sagte Dilly. Dadurch wolle man auch, mit Blick auf die Sitzung des Verbandsgemeinderates Lauterecken-Wolfstein am Mittwoch, ein Zeichen an andere Gemeinden setzen. Im Verbandsgemeinderat steht die Gründung einer kommunalen Holzvermarktungsgesellschaft auf der Tagesordnung. „Die anderen Ortsgemeinden schauen ja besonders darauf, was machen Wolfstein und Lauterecken“, meinte Dilly. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr und kann jährlich gekündigt werden. Ebenfalls im nichtöffentlichen Teil wurde der Bau eines Wanderparkplatzes beschlossen. Dieser soll laut Dilly vor der Waldgrenze, etwa in Höhe der Jugendherberge, direkt am Weg angelegt werden. Dafür müsse die Stadt noch Land von privaten Eigentümern kaufen. Mindestens 32 Parkplätze sollen dann als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch den Wald zur Verfügung stehen. In puncto Stadtsanierung hat der Stadtrat einstimmig und endgültig die Größe des Sanierungsgebietes beschlossen. Die Fläche umfasst 14,5 Hektar. Man rechnet mit Gesamtkosten von 4,9 Millionen Euro, verteilt auf 15 Jahre. Das Land fördert das Programm mit mehr als 75 Prozent. Unter anderem soll der Bahnhofsvorplatz verschönert sowie eine Toilettenanlage gebaut werden. Auch der Bau einer Erholungsfläche an der Lauter ist geplant. Einwohner können ebenfalls von dem Sanierungsprogramm profitieren und finanzielle Unterstützung für private Sanierungen erhalten. Für Asphaltreparaturarbeiten gibt der Stadtrat 57.260 Euro aus. Trotz der Überschreitung des vorher festgelegten Kostenrahmens von 54.000 Euro sei eine erneute Ausschreibung laut Verbandsgemeinde nicht sinnvoll, informierte Dilly im Stadtrat. Mit zwölf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde der Auftrag ohne erneute Ausschreibung an die Firma VSI in Kaiserslautern vergeben. Deutlich überschritten wird zudem der vorher festgelegte Kostenrahmen für Reparaturmaßnahmen „Im Oberdorf.“ 25.000 Euro hatte der Stadtrat dafür vorgesehen, das günstigste abgegebene Angebot lag aber bei 37.870 Euro. Nach einigen Diskussionen wurde die Auftragsvergabe mit zehn Ja-Stimmen und vier Enthaltungen beschlossen. Stadtbürgermeister Dilly teilte außerdem mit, dass der Kunstrasenplatz mit Sand aufgefüllt werden müsse. Eine Kostenschätzung liege noch nicht vor, da noch unklar sei, welche Mengen Sand benötigt werden. Ein Konzept zum Schutz vor Hochwasser soll erstellt werden. Neu am Rathausplatz ist eine Aufladestation für Elektroräder direkt am Rathaus, die unentgeltlich genutzt werden könne. Im Rathaus wird der Fahrstuhl für 1789 Euro repariert. Außerdem soll eine Sanierung des Laufhauser Weihers in Wolfstein in Angriff genommen werden, so Dilly. Einstimmig beschlossen wurde die Vermietung von vier Parkplätzen in der Schlossgasse, der Mietpreis wurde auf 22 Euro im Monat festgelegt. Einen Ausblick gab Dilly auf die anstehende „Nacht der Museen“ in Wolfstein. Am Freitag, 14. September, werde es von 19 Uhr bis Mitternacht ein Programm rund um den Rathausplatz geben, so der Stadtbürgermeister: „Es wird verschiedene Ausstellungen und Vorträge sowie Theaterstücke und Musik geben.“