Rheinpfalz „Die Chance beim Schopf packen“

„Wir müssen die Chance beim Schopf ergreifen“, sagt Hans-Günther Clev, Geschäftsführer des Vereins Zukunftsregion Westpfalz. Und er macht es noch plakativer, indem er darauf hinweist, dass bis auf ein Licht alle Lichter auf Grün stehen und es jetzt nur noch darum geht, das letzte, noch auf Gelb stehende Licht auf Grün zu schalten.
Es geht darum, in Kaiserslautern eine Internationale Schule zu etablieren und damit eine seit längerem bestehende Diskussion über eine auf Englisch und Deutsch unterrichtende Schule zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Das Licht, das noch Gelb leuchtet, steht hinter dem Nachweis, dass tatsächlich eine solche Einrichtung in Kaiserslautern nachgefragt werden würde. Dazu hat der Verein Zukunftsregion Westpfalz nunmehr eine Bedarfsermittlung in Gang gesetzt, die bis zum 15. Mai laufen und Auskunft darüber geben soll, wie hoch der Grad an Interessenten eines solchen Angebots sein würde. Umfragebögen für Unternehmen, Einrichtungen und Eltern warten darauf, ausgefüllt zu werden. Laut Clev liegt die Untergrenze für die Einrichtung einer solchen Bildungsstätte bei 180 Schülern. Im Vollausbau sollte die Schule zwischen 200 und 300 Schüler unterrichten. Der Verein Zukunftsregion Westpfalz organisiert den Prozess, an dessen Ende aus seiner Sicht eine positive Entscheidung über die Gründung einer solchen Schule stehen sollte. Er will sich auch selbst finanziell einbringen, bei der intensiven Bewerbung der Idee. Clev ist überzeugt, dass Kaiserslautern eine Internationale Schule braucht. „Wenn in Neustadt eine Internationale Schule möglich ist, sollten wir bei unserem internationalen Publikum in Kaiserslautern, das wir besitzen, in der Lage sein, das auch hinzukriegen.“ Clev stellt sich vor, dass die Internationale Schule in Kaiserslautern eine Zweigstelle der Einrichtung in Neustadt werden könnte. Für die Schule müsste so kein aufwendiges Zulassungsverfahren in Gang gesetzt werden. Als „Schlüsselprojekt für die Weiterentwicklung der Region“ sieht der Geschäftsführer die Schule, als strukturpolitische Maßnahme, als Angebot an internationale Unternehmen und ihre Mitarbeiter in Kaiserslautern und der Region, als Impuls für die Ansiedlung von Betrieben und die Suche nach Fachkräften und auch als Angebot an die Amerikaner. Als Betreiber hat Clev die Schweizer Seelab AG an der Hand, die die Schule in Neustadt führt und in deren Hand der Verein gleich auch die Bedarfsermittlung gelegt hat. Als Schulgebäude liebäugelt er mit der Villa Ritter, dem bisherigen Sitz des Kreiswehrersatzamts. (rdz)