Kultur Südpfalz Der Zeitgeist im Wandel

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Noch acht Mal wird in der laufenden Saison der neue Ballettabend „Das kleine Schwarze/The Riot of Spring“ am Badischen Staatstheater in Karlsruhe gezeigt. Zum BeispieI morgen um 19 Uhr. Die tragenden Rollen sind nun doppelt besetzt.

Der Doppelabend mit den Choreographien von Terence Kohler bringt im ersten Teil „Das kleine Schwarze“, ein getanztes Porträt der legendären Modeschöpferin Coco Chanel, und im zweiten zur Musik von Strawinskys „Sacre du Printemps“ ein Ballett, das statt des Opferritus aus dem heidnischen Russland die Werk- und Aufführungsgeschichte dieses epochalen Skandalstücks zum Gegenstand hat. In beiden Teilen ist der „Geist der Zeit“ quasi als Spielmacher physisch präsent. Aparterweise übernimmt in der Zweitbesetzung der erste Geist des Sacre Pablo dos Santos die Rolle im Coco-Chanel-Teil, während die erste Tänzerin der Coco, Blythe Newman, nun den Zeitgeist in der zweiten Abteilung tanzt. Eindringlich gestalten beide ihre neuen Aufgaben. Rafaelle Queiroz ist die andere Coco Chanel. Sie gibt der Rolle neben tänzerischer Brillanz einen gewinnenden Schuss trockener Eleganz und Noblesse. Ihre Ausstrahlung setzt im ersten Teil die wesentlichen Akzente. Der neue Strawinsky ist Zhi Le Xu, der seine Aufgabe sicher meistert.. Die vorgestellte und nicht unbedingt den historischen Fakten folgende „Beziehungskiste“ zwischen Modedesignerin und Komponist bildet den roten Faden dieses Ballettabends. Im „Sacre“-Teil tritt als weitere wichtige Figur der legendäre Tänzer Nijinsky auf, dem nun Juliano Toscano quirliges Profil gibt. Virtuos tanzt jetzt Carolin Steitz die auserwählte Jungfrau in der Szene, die auf der Nijinskys „Sacre“-Originalchoreographie von 1913 basiert. (rg) Info Telefon 0721 933333, www.staatstheater.karlsruhe.de

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