Eisenberg Der neue Schwerpunkt liegt bei Lupinen

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Am Dienstag besuchte der CDU-Bundestagsabgeordnete Xaver Jung die Firma Purvegan in Ramsen. Er besichtigte den Betrieb und informierte sich über die veganen Nahrungsmittel und ihre Herstellung. Jung zeigte sich beeindruckt von den nachhaltigen Produkten und bewies großes Interesse für die Belange der Firma und ihrer Mitarbeiter.

Der Purvegan-Geschäftsführer Alexander Bauer konnte aus Termingründen nur zeitweise die Firmenbesichtigung der fünfköpfigen CDU-Delegation begleiten. Die Vorstellung der Produkte und des Betriebs übernahm Nicole Meier, Leiterin der Produktion. Sie ging kurz auf die Geschichte der Firma ein, die 1983 gegründet wurde und in Tiefenthal sowie in Lautersheim produzierte, bis sie 2008 ihren Standort nach Ramsen verlegte. In den Anfangsjahren der Firma wurden hauptsächlich Tofu-Produkte hergestellt. Vor drei Jahren kam es zur Firmenneugründung. Die Mitarbeiterzahl stieg seither von 20 auf 30 Vollzeitstellen. Der neue Schwerpunkt liegt bei Lupinen-Produkten. Lupinen seien die ökologisch nachhaltigsten Eiweißpflanzen Europas. Meier: „Die Pflanzen sind im Gegensatz zu Soja hart im Nehmen beim Anbau.“ Reich an Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren wirken sich Lupinen-Produkte positiv auf den Stoffwechsel aus und senken den Cholesterin-Spiegel. Die Firma Purvegan verwende ausschließlich Lupinen, die in der Region angebaut würden. Kleine Häppchen mit Lupinen-Brotaufstrich wurden gereicht, um die Besucher auch sensorisch zu überzeugen. Purvegan beliefere Großhändler in Deutschland und in anderen europäischen Staaten wie Frankreich, Schweiz und Österreich, sagte Geschäftsführer Bauer. Auch Alnatura gehöre zu den Abnehmern der Purvegan-Produkte, die unter dem Markennamen „Alberts“, der vom Firmengründer Albert Hess eingeführt wurde, vertrieben werden. Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten diskutierte Bauer über die Skepsis der Verbraucher gegenüber veganer Ernährung. Der Geschäftsführer kritisierte auch die Warenpräsentation durch den Einzelhandel: „Vegane Produkte findet man meist in einem gesonderten Regal. Besser wäre es, sie zusammen mit anderen ähnlichen Lebensmitteln anzubieten, zum Beispiel veganer Gyros neben Gyros aus Fleisch.“ Das lasse den Kunden mehr Möglichkeiten offen, sich auch mal für ein veganes Gericht zu entscheiden und sich von der Qualität und dem Geschmack überzeugen zu lassen. Bauer ist überzeugt: „Wer einmal unser Lupinen-Gyros gegessen hat, der will kein anderes Gyros mehr.“ Mit Schutzkleidung ausstaffiert und nach ausgiebigem Waschen und Desinfizieren der Hände, entsprechend der strengen Hygienevorschriften, ging es zur Besichtigung der Produktionsstätten. Xaver Jung nutzte die Gelegenheit, um auch mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. „Seit meiner Wahl zum Bundestagsabgeordneten im September 2013 mache ich jährlich während der parlamentarischen Pause in Berlin meine Sommer-Tour, um mit den Menschen in meinem Wahlkreis intensive Gespräche zu führen. Ich besuche an jedem Tag eine andere Verbandsgemeinde, wo ich dann mehrere Stippvisiten mache. In den drei Wochen kommen auf diese Weise so ungefähr 150 Termine zusammen“, erklärte der Abgeordnete, bevor er sich verabschiedete und weitereilte zum Römischen Vicus nach Eisenberg, seiner nächsten Station.

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