Rheinpfalz „Der Konsequenzen nicht bewusst“

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Wegen sechsfachen Betruges hat das Jugendgericht Pirmasens am Mittwoch einen heute 21-Jährigen, der inzwischen in der Vorderpfalz wohnt, verwarnt und – unter Einbeziehung einer vorangegangenen Verurteilung – zu einer Geldauflage von 1200 Euro an den Pfälzischen Verein für soziale Rechtspflege verurteilt. Außerdem muss er den entstandenen Schaden wieder gutmachen.

Der geständige Angeklagte aus der Verbandsgemeinde Hauenstein hatte zwischen Januar und Mai 2015 in sechs Fällen über eBay-Kleinanzeigen iPhones zum Kauf angeboten, die Geräte nicht an die Käufer geliefert, aber das Geld behalten. Der Schaden betrug 1760 Euro. Fünf weitere Fälle aus der zweiten Hälfte des Jahres 2015 hatte das Gericht bereits im Februar abgeurteilt und nun in die Strafhöhe einbezogen. „Es war definitiv nicht richtig, was ich gemacht habe. Das ist mir im Laufe der Taten bewusst geworden“, zeigte sich der 21-Jährige einsichtig. Nachdem die erste Strafanzeige eingegangen sei, sei er „aufgewacht“ und habe keine weiteren Betrügereien mehr begangen. Als Grund für seine Taten gab er an, er sei am Ende der Probezeit aus dem Ausbildungsverhältnis entlassen worden und habe über Monate keine neue Ausbildungsstelle gefunden. Seinen Eltern, bei denen er noch wohnte, habe er zunächst nichts von den finanziellen Problemen erzählt und alleine einen Ausweg gesucht. Schließlich seien seine Reserven aufgebraucht gewesen. Jeden Monat habe er versucht, über die Runden zu kommen und den Schein aufrechtzuerhalten. „Ich war mir der Konsequenzen nicht bewusst“, sagte er. Inzwischen habe er den Geschädigten die Beträge zurückgezahlt, seine Ausbildung abgeschlossen und wolle sich nun selbstständig machen.

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