Rheinpfalz Der erste Schnee als „Zuckerle“
Hoch über der Stadt, rund um die Pfälzerwald-Hütte, war am Sonntag Hochbetrieb bei der ersten Wald-Weihnacht in Lauterecken. Wie von den Organisatoren bestellt, hatte es in der Nacht zuvor geschneit, sodass die zahlreichen Besucher zur Premiere durch den winterlichen Wald wandern konnten. Mit dem Angebot in und um die Pfälzerwald-Hütte wurde die Veranstaltung zum Spaß für die ganze Familie.
Freudig blickten die Veranstalter von Heimat- und Kulturverein, Pfälzerwald-Verein und Stadt am Morgen aus dem Fenster, mitten in die Schneelandschaft. Nachdem die Lauterecker am Weihnachtsmarkt richtig Pech hatten, zeigte sich Petrus dieses Mal umso gnädiger und verwandelte den Wald in eine wunderschöne Schneelandschaft. Schon zum Beginn der Wanderung gegen 11 Uhr waren zahlreiche Wanderfreunde auf der rund dreieinhalb kilometerlangen Strecke unterwegs. Start- und Zielpunkt der Rundwanderung war die Pfälzerwald-Hütte. Vorbei ging es am Hohen Stein durch den jungen Bauwald zu den Kalköfen, wo die erste Raststation mit weihnachtlichen Melodien zum Verweilen einlud. Bis dorthin war der Weg sehr flach, sodass nicht wenige Kinder von ihren Begleitern auf Schlitten durch die Schneelandschaft gezogen wurden. Birgit Fehrentz machte am Stand Dienst und prophezeite am Morgen, dass mittags bestimmt noch deutlich mehr los sei – sie sollte Recht behalten. Das Knarzen des einige Zentimeter hohen, nahezu blütenweißen Schnees unter den Füßen und der Blick in den verschneiten Wald samt tierischer Fußspuren war zu schön. Wer sich an den Kalköfen mit Frikadelle, Bratwurst oder Kuchen und warmen Getränken gestärkt hatte, musste eine kleine Steigung bis zu der Bauwaldhütte bewältigen, die jedoch trotz Schnee leicht zu schaffen war. An der Bauwaldhütte warteten Getränke auf die Besucher. In der warmen, weihnachtlich geschmückten Hütte des Pfälzerwald-Vereins wurden verschiedene Suppen und Speisen angeboten. Nicht nur das typische Hüttenflair, sondern auch das weihnachtlich dekorierte Umfeld überzeugte. Es gab viel Leckeres von Glühweinvarianten und Kakao über Bratwürste bis hin zu Waffeln. Auch Dekoartikel und kleine Geschenke fürs anstehende Fest konnten noch erworben werden. Der Duft von Waffeln, Bratwurst oder Glühwein hing hoch über Lauterecken und dank einiger Heizpilze konnten die Besucher auch draußen in der winterlichen Landschaft weihnachtlichen Melodien lauschen. Die erste Lauterecker Wald-Weihnacht hatte auch noch Benefizcharakter, denn Teile des Erlöses aus dem Glühweinverkauf werden dem Jettenbacher Tierheim gespendet. Der erste Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins und Stadtbeigeordnete, Heinrich Schreck, der am Sonntag als Nikolaus immer wieder auf der Strecke unterwegs war, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, war schon am Morgen vom Zuspruch begeistert. Dabei wurde es am Nachmittag erst richtig voll um das beliebte Ausflugziel und im Lauterecker Wald. „Hoffentlich haben sie beim nächsten Mal auch so schönes Wetter“, erklärte ein Besucher schmunzelnd auf die Frage, wie ihm das Konzept gefalle.