Rheinpfalz Demenzzentrum vor dem Aus

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Die Hoffnungen, dass im ehemaligen Alters- und Pflegeheim „Biedenkopf“ in Eppenbrunn ein Demenzzentrum entstehen wird, scheinen sich als Wunschdenken zu erweisen. Wie die RHEINPFALZ nun auf Nachfrage beim Geschäftsführer der Haven Sanatorium AG, Bernd C. J. Blasius, erfuhr, ist das Unternehmen insolvent. Beim Amtsgericht Idar-Oberstein wurde nach RHEINPFALZ-Recherchen der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Bei einer Informationsveranstaltung am 15. September 2015 im Eppenbrunner Bürgerhaus präsentierte Blasius den zahlreichen Bürgern und dem Gemeinderat seine Pläne, die ehemalige Seniorenresidenz in der Unteren Haardtstraße 57 zu einer modernen Demenzeinrichtung umzubauen. Dieser Traum scheint nun ausgeträumt. „Bis zuletzt haben wir gehofft, Investoren für unsere Idee zu begeistern. Mit Bedauern müssen wir aber feststellen, dass die Verhandlungen gescheitert sind“, informiert Blasius. Laut einem Bericht der Nahe Zeitung vom 27. Januar belaufen sich die offenen Verbindlichkeiten des Unternehmens auf etwa 200.000 Euro. Die im Hunsrück ansässige Aktiengesellschaft hatte das im Jahr 1975 erbaute und in den Jahren 1982 und 1992 erweiterte und renovierte Gebäude in der Unteren Haardtstraße 57 im August 2015 erworben (wir berichteten mehrmals). Ebenso kaufte das Unternehmen das dazugehörige Grundstück (1775 Quadratmeter) sowie angrenzendes Gelände mit einer Größe von etwa 1000 Quadratmetern. Bereits 2016 sollte Baubeginn für die mit modernster Technik ausgestattete Einrichtung sein, in der 66 demenzkranke Menschen untergebracht, betreut und medizinisch versorgt werden sollten. 2017 sollte das ehrgeizige Projekt laut Blasius’ damaligem Zeitplan vollendet werden. Die Realität sieht allerdings anders aus: Denn nach dem Kauf der Grundstücke hat sich nichts getan. Ortsbürgermeister Thomas Iraschko bedauert das Aus für das Demenzzentrum. Auf Anfrage erklärt er: „Damit kann eine gute Idee bei wachsendem Bedarf leider nicht umgesetzt werden. Schade für Eppenbrunn und schade für die Menschen, für die das Vorhaben der Haven Sanatorium AG eine Zukunftsoption hätte sein können.“ Blasius habe sich stark für die Realisierung eingesetzt, merkte Iraschko an: „Ohne ausreichende Finanzierung taugt aber die beste Idee nichts. Für das ehemalige Altenheim wird wohl eine neue Funktion gefunden werden müssen.“ In der Vorweihnachtszeit habe er von Geschäftsführer Blasius erfahren, dass die Finanzierung stocke. Ähnlich hatte sich Blasius bereits Anfang Mai 2016 gegenüber der RHEINPFALZ geäußert: „Eine zeitliche Planung kann ich leider nicht geben, da wir mit unseren Investoren in Gesprächen sind und hier unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen bestehen“, sagte er damals (wir berichteten). |elim

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