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Das Millionenprojekt des TV 1861 Landau
Die Schlussrechnung beläuft sich auf „eine knappe Million“ Euro. Ein paar Eckdaten der Industriebauhalle: Sie ist 56,5 Meter lang und 15,5 Meter breit. Die Nutzfläche: 800 Quadratmeter. Bruttorauminhalt: 6400 Kubikmeter. Elf Binder sind verbaut, alle aus Stahl. Wände und Dach bestehen aus Isopaneelen, wie sie auch bei Fertighäusern verwendet werden.
Bodenbelag wie im Stadion
Der Bodenbelag, erzählt Hertel, ist wie der im Stadion. Ähnlich einer Tartanbahn. Weich gefedert. Für Spikes geeignet. Auf drei 50-Meter-Laufbahnen können Sprinter Starts üben und Tempo machen. Die Stabhochsprunganlage reicht nach seiner Einschätzung, um Weltrekord, um 6,20 Meter zu springen. Ballspiele wie Basketball und Volleyball sind im Freizeitbereich möglich. In kurzen Hosen aufs Knie zu fallen, ist nicht empfehlenswert. Ein Alleinstellungsmerkmal der Halle ist die Schnitzelgrube. An der mit Schaumstoffschnitzeln gefüllten Grube lassen sich beispielsweise Übungen am Reck und Saltos relativ gefahrlos trainieren. Der Turner landet immer weich. Es gibt einen Turngeräteboden, Holzpaletten auf Sprungfedern. Dafür hat die Stadt noch etwas dazugegeben.
Apropos: Finanziert wurde die Halle laut Hertel mit 40 Prozent Zuschuss vom Land, 175.000 Euro an Krediten und Spendenaktionen.
Arsen und Baufirmen, die in Konkurs gehen
Im März 2016 hatten Mitglieder einstimmig für den Bau gestimmt. Probleme: Arsen im Baugrund überschritt den Grenzwert, der Grund war ein Fall für die Sonderdeponie. Zwei beteiligte Baufirmen gingen in Konkurs. Im Spätjahr 2020 war die Halle fertig.
Würde Hertel sie noch mal bauen? „Für den Verein immer wieder.“ Stahl ist nach seiner Kenntnis um 30, 40 Prozent teurer geworden.