Rheinpfalz „Das ganze Dorf hat gebebt“
«Cronenberg.»Vergangenes Wochenende fand in Cronenberg die Kerwe statt. Nichts Ungewöhnliches, doch dieses Jahr gab es etwas Besonderes: Nach 16 Jahren wurde wieder ein Kerweumzug organisiert. Mitveranstalter Hartmut Kunz erzählt im Interview, wie es dazu kam und was am Samstagnachmittag dann umgesetzt wurde.
Das war aus einer Laune heraus, bei einer Geburtstagsfeier vier Wochen vorher ist mir der Gedanke gekommen, und dann hat sich auch gleich unsere Interessengemeinschaft „Wilde Horde“ gebildet. Wir fanden nämlich, dass in den vergangenen Jahren zu wenig los war an der Kerwe und wollten mal etwas anderes machen. Wer half dann alles mit bei der Umsetzung? Es war ja ein sehr kurzer Zeitraum, alleine lässt sich so etwas ja kaum auf die Beine stellen. Mitgeplant hatten Susanne und Nadine Kunz, Timo und Dina Bühler, Thomas Danninger, Manuela Schug, Tatiana Losle und Friedhelm Wolf. Das waren quasi die Gründungsmitglieder, aber jetzt hat sich die Mitgliederzahl verdreifacht. Es kamen immer mehr auf uns zu und wollten mitmachen. Als es dann soweit war, wer nahm alles am Umzug teil ? Es gab sieben verschiedene Wagen, dabei waren der Schützenverein, der auch Mitveranstalter war, die Feuerwehr, auch eine Kindergruppe hat mitgemacht und verschiedene Landwirtschaftswagen. Es war alles bunt gemischt. Außerdem waren über 30 Schlepper, historische Autos und Roller dabei, viele Oldtimer. Der Umzug ging durchs ganze Dorf, am Ortsschild vorbei, hoch ans Schützenhaus. Dort wurden dann auch der Strauß aufgehängt und die Kerwe-Rede gehalten. Und wie kam die Aktion im Dorf an? Alle waren fasziniert, und das ganze Dorf hat gebebt. So etwas war ja in Cronenberg noch nie da gewesen. Wie sieht ihr Ausblick auf das nächste Jahr aus? Wird es ein zweites Mal geben? Ja, am morgigen Samstag ist schon die erste Sitzung, um das nächste Jahr zu planen. Der Umzug soll nämlich noch größer werden mit 100 historischen Fahrzeugen und auch wieder Schleppern, Autos und Motorrädern.