Rheinpfalz „Dankbar, wieder an dieser Stelle zu sein“
Die Pfarrei Heiliger Johannes in Waldfischbach-Burgalben, zu der Heltersberg, Hermersberg, Horbach und Weselberg gehören, hat ein neues Pfarrerteam. Dekan Johannes Pioth führte am Sonntag Matthias Leineweber als neuen Leitenden Pfarrer ein. Leinewebers erste offizielle Amtshandlung war die Einführung von Pfarrer Bernd Schmitt als Kooperator.
In der voll besetzten Kirche St. Josef in Waldfischbach-Burgalben – die Kirche immer so zu sehen, würde dem neuen Pastoralteam, das Pastoralreferent Oliver Wagner ergänzt, wohl gut gefallen – stellte Pioth fest, dass auf das Team angesichts der Größe der Pfarrei, die 6385 Mitglieder zählt, ein großes Betätigungsfeld warte. Aber er sei sicher, dass es seine Aufgaben, zu denen für die Menschen da zu sein gehöre, erfüllen könne. Pioth appellierte an die Mitglieder der Kirchengemeinde, sich einzubringen. Nur dann könne das gelingen. Der Dekan ging darauf ein, dass mit Maria Rosenberg ein wichtiger Wallfahrtsort im Gebiet der Pfarrei liege. Hier sei Zusammenarbeit ebenso gefordert und angeboten wie die Kooperation mit den evangelischen Christen. „Wichtig ist die Zusammenarbeit in der Ökumene“, sagte Pioth. Dafür stünden beide neuen Pfarrer. Auch müsse dort, wo es erforderlich sei – zum Beispiel beim Thema Kindergärten – die Kooperation mit der politischen Gemeinde gut funktionieren. Er sei froh und dankbar, sagte Leineweber, dass er wieder an dieser Stelle stehen könne. Dankbar sei er Gott und dem Spender seiner Niere, die das möglich gemacht haben. Es habe Zeiten gegeben, in denen ihm krankheitsbedingt einfachste Dinge unmöglich gewesen seien, in denen er auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen gewesen sei, „die es Gott sei Dank gab“, sagt Leineweber. Halt habe er in dieser Zeit darin gefunden, sich bewusst zu machen, „dass unser aller Leben unter dem Kreuz Jesu steht“. Das sollten sich alle bewusst machen. Denn nur mit Gottes Kraft „können wir die schwierige Situation der Kirche verändern“, unterstrich er. Mitglieder des Pfarreirates appellierten an ihre Mitgläubigen, Vergangenem nicht mit Trauer nachzuhängen, sondern mit Mut die neuen Strukturen in der Pfarrei anzunehmen. Dass das neue Team angekündigt habe, die Ökumene stärken zu wollen (wir berichteten), sei wichtig und richtig, konstatierte der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, Thomas Warth. „In der heutigen schweren Zeit gilt es, die Ökumene zu pflegen“, sagte er. Protestantische Kollegen, Pfarrerin Irmgard Moser (Schmalenberg) und David Gippner (Waldfischbach-Burgalben), freuten sich über die Belebung der Zusammenarbeit, die angestrebt ist. Es sei wichtig, Gottes Dienst über Grenzen hinweg zu tun. Die Pfarrei bekomme zwei hervorragende Pfarrer, freute sich Schauerbergs Bürgermeister Martin Eichert und sicherte die Zusammenarbeit zu. Dass die Jahrzehnte dauern soll, wie gewünscht worden war, „das wird sicher nicht passieren“, sagte Pfarrer Bernd Schmitt lachend mit Verweis auf sein Alter (Jahrgang 1955). „Höchstens acht bis zehn Jahre. Dann ist genug“, merkte er schmunzelnd an.