Rheinpfalz
Dahn: Neues Café soll im Januar eröffnen
Es tut sich etwas in der Stadtmitte. Noch wird innen gebaut, doch im ehemaligen „Central“ kann sich bald wieder verabreden. Denn dort richten die Inhaber des Hinterweidenthaler Cafés Zürn gerade ein neues Café ein. Ein Glücksfall aus Sicht der Vermieter.
Die ersten Neugierigen haben schon durch die Tür geschaut, berichten Susanne und Klaus Keller. Die Eigentümer des sanierten Gebäudekomplexes wissen natürlich, dass die Dahner mitbekommen, dass sich etwas tut in den Räumen, wo bis April das Café Central etwa fünf Jahre lang untergebracht war. Nur was – das war bisher keinem großen Kreis bekannt. Denn die neuen Mieter wollten ihr Vorhaben erst richtig unter Dach und Fach haben. Jetzt ist es soweit: Ein Banner soll nun draußen darüber informieren, was drinnen entsteht.
Ein klassisches Café
Eine Filiale mit einem klassischen Café – das planen die Schwestern Lena und Kathrin Zürn mit ihren Lebenspartnern in Dahn. Und zwar zusätzlich zu ihrem bereits in Hinterweidenthal bestehenden Betrieb Café Zürn GmbH, einer Bäckerei und Konditorei mit Tagescafé. Das Stammhaus mit derzeit zwölf Beschäftigten bleibe, versichern die Damen – den Familienbetrieb gibt es immerhin schon seit 1907, mittlerweile geführt in der vierten Generation.
Für die Vermieter ein Glücksfall
Für die Kellers ist es ein Glücksfall, dass ein Traditionsunternehmen wie das Café Zürn bei ihnen einzieht. Zum einen, weil der Handwerksbetrieb sich einen Ruf über Dahn hinaus erarbeitet hat – nicht nur das Dahner Vier-Sterne-Superior-Haus Pfalzblick, sondern auch den Pirmasenser Vier-Sterne-Hotelier Kunz beliefert er. Zum anderen wird gewissermaßen die eigene Familientradition hochgehalten: Schon sein Opa habe das frühere Café Miller in dem Haus betrieben, erzählt Klaus Keller. Zwei Familientraditionen – das passt. Ja, bestätigt Susanne Keller: Es habe mehrere Interessenten gegeben für das Lokal, aber die Zürns hätten sofort alle aus dem Feld geschlagen.
Eröffnung Anfang 2020
Wenn die Arbeiten wie geplant laufen, kann das Café voraussichtlich im Januar eröffnen. Neues Personal wird bereits jetzt gesucht. Vorgesehen ist für den zweiten Standort derzeit ein Tagescafé, sagt Lena Zürn. Vorstellen kann sie sich aber, dass in den Sommermonaten abends geöffnet wird. Das Angebot in Dahn solle dem des Stammhauses entsprechen: mit Brot, Kuchen, Torten, Frühstücksbuffet und einem Café, in dem es mittags auch kleine Snacks gibt.
Wie das Lokal mit etwa 160 Quadratmetern innen und 60 Quadratmetern Terrasse gestaltet werden soll, verraten die Macher noch nicht. Nur soviel: Im Kaffeehausstil soll es gehalten sein, sagt Gabor Nemeth, Lebenspartner von Lena Zürn und erfahrener Gastronomiefachmann, der sich auch um die Baustelle kümmert. Vor allem „gemütlich“ solle es sein, betont Kathrin Zürn, „Zeit zum Genießen“ bieten.
Neue Wohnungen entstanden
Für die Vermieter ist der Umbau des Lokals freilich nicht das einzige Bauprojekt an diesem Platz, wo einst die alte Einnehmerei der Stadt untergebracht war. Im Gebäude neben dem Lokal sind über die vergangenen Jahre sechs Mietwohnungen entstanden, die inzwischen alle vermietet wurden. Und im Erdgeschoß – früher eine Scheune – stellen Kellers gerade eine barrierefreie Ferienwohnung für bis zu vier Gäste fertig. Die können dann übrigens direkt nebenan frühstücken.