Rheinpfalz
Da staunt sogar die Polizei: Ein Auto fährt Bus
Polizisten, die Streife auf der Autobahn fahren, bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Am 24. September kamen die Beamten auf der A 6 allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Die Polizisten der Autobahnpolizei wurden gewahr, was man in einem alten Bus so alles transportieren kann. Möglichst viel Ladung auf wenig Raum – das war offenbar das Motto eines 40-jährigen Busfahrers, den die Autobahnpolizei Kaiserslautern am Dienstagabend gegen 20.55 Uhr auf dem Parkplatz „Langen Berg“ an der Autobahn 6 gestoppt hat. Der aus Tschechien stammende Mann hatte neben Habseligkeiten wie diversen Kanistern, Fässern und Lastwagenreifen auch einen VW Passat in dem 1976 zugelassenen Reisebus transportiert.
Der Mann war mit einem Beifahrer in Richtung Frankreich unterwegs. Das kuriose Gefährt sei dabei von zahlreichen Autofahrern gemeldet worden, berichtet Polizeihauptkommissar Steffen Sandmeier im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Das Telefon der Kollegen habe nicht stillgestanden. „Ich bin seit 40 Jahren bei der Polizei, davon 35 Jahre bei der Autobahnpolizei“, erzählt Sandmeier am Rande und fügt hinzu: „Mich überrascht nichts mehr!“
Weiterfahrt untersagt
Das nicht alltägliche Bild stieß bei den Beamten allerdings auf wenig Verständnis. Sie untersagten die Weiterfahrt und leiteten Bußgeldverfahren gegen den Fahrer und den Fahrzeughalter ein. Schließlich gab es im Bus keine Möglichkeit, das Auto mit Gurten zu sichern. Weiterfahren durfte der Oldtimer erst nach ordnungsgemäßer Ladungssicherung. Dies geschah dann am Mittwoch. Dabei wurde das Auto aus dem Bus transportiert und zur Weiterfahrt auf einen geeigneten Hänger gestellt.
Dabei hatten die Transporteure ihren Bus zuvor doch extra für den „Einstieg“ des Autos hergerichtet. Wie Sandmeier erläutert, war die Heckscheibe bei dem Oldtimer getrennt. „Daran wurden Scharniere gebastelt, so dass der Bus hinten Flügeltüren erhielt.“