Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Cronenbergs neue Ortsbürgermeisterin Hannelore Eckel hat ein Faible für die Jagd

Hannelore Eckel Foto: sayer
Hannelore Eckel

Zur Urwahl im Mai hatte kein direkter Bürgermeisterkandidat bereit gestanden, in der konstituierenden Sitzung im Juni wurde Hannelore Eckel vom früheren Bürgermeister Thomas Wannenmacher vorgeschlagen. Einstimmig vom Rat gewählt, hat sie das Amt angenommen, obwohl die Kommunalpolitik völliges Neuland für sie ist. Zunächst sollen bereits angefangene Projekte fertiggestellt und Traditionen gepflegt werden.

Zwar besaß Eckel vor der Übernahme des Amtes keinerlei kommunalpolitische Erfahrung, doch der Gemeinderat und dessen ehemalige Mitglieder stehen mit Rat und Tat zur Seite. Nachdem sie gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könne, das Amt zu übernehmen, wagte sie einfach den Schritt getreu dem Motto „Probieren wir es“. Um tiefere Einblicke in das kommunalpolitische Geschehen zu gewinnen und „in die Materie reinzukommen“, hat sie beispielsweise auch die erste Sitzung des Verbandsgemeinderates besucht. Schon in der konstituierenden Sitzung hatte Eckel versprochen, ihr Bestes zu geben und dass sie sich auf Neues einstellen kann, hat sie bereits während ihrer beruflichen Laufbahn gezeigt.

Zwei Meistertitel

Zunächst hatte die Ortsbürgermeisterin eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht, heiratete dann in einen landwirtschaftlichen Betrieb ein und orientierte sich beruflich neu. Im Anschluss an die Meisterprüfung als landwirtschaftliche Hauswirtschaftlerin absolvierte sie noch die Prüfung zur Metzgermeisterin. Sie arbeitet selbst noch in der eigenen Metzgerei in Cronenberg – beim Gespräch war sie gerade beim Wurstmachen –, die auch einen Partyservice bietet. Den landwirtschaftlichen Bereich hat die Familie verkleinert und betreibt nur noch Ackerbau. Hannelore Eckel, die am 27. August ihren 64. Geburtstag feiert, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. In ihrer Freizeit geht Hannelore Eckel auf die Jagd, genießt die Landschaft und liest gerne.

Traditionen pflegen

In der kleinen Gemeinde gibt es keine Leerstände, dafür einige Neubürger und damit auch Kinder, berichtet Eckel. Die neuen Mitbürger seien gut integriert, und das soll auch weitergepflegt werden. Da im Dorf insgesamt wieder recht viele Kinder sind, wurde die zweite Bushaltestelle auch wieder aktiviert. „Die Kinder sollen nicht im Dunkeln durch den gesamten Ort laufen müssen.“ Weiter sei es zunächst wichtig, die bereits angefangenen Arbeiten des alten Rates fortzusetzen. So müssen in erster Linie die Arbeiten an der Grillhütte, dem Gemeindehaus, dem Friedhof und den Wirtschaftswegen Schritt für Schritt zu Ende gebracht werden, bevor Neues in Angriff genommen werde. Genauso wichtig ist es Eckel, dass die im Ort liebgewonnenen Traditionen beibehalten werden, also weiterhin beispielsweise das Kelterfest, die Adventsmusik oder der Wannerschdach stattfinden. Eine konkrete Vorstellung, wie sie es tun will, hat die Ortsbürgermeisterin zwar momentan noch nicht, aber es ist ihr ein Anliegen, Kinder und Senioren zusammenzubringen. Konkrete Ideen müssen sich noch genau entwickeln, aber der Gedanke ist schon vorhanden.

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