Rheinpfalz „Churchies“ machen Namen alle Ehre

Vor voll besetztem Haus gab der Gospelchor „Churchies“ aus Pirmasens in der katholischen Kirche St. Ludwig am Sonntag ein Benefizkonzert, dessen Erlös für die anstehende Renovierung der Kirche verwendet werden soll.
Auf eine gemeinsame Initiative der beiden Bürgermeister von Ludwigswinkel und Fischbach, Sebald Liesenfeld und Michael Schreiber, sollte diese erste Veranstaltung in der Kirche zeigen, ob die Bevölkerung bereit ist, das Ziel der Renovierung und Erhaltung der Kirche mitzutragen. Die geschätzten Kosten werden mit 450.000 Euro beziffert – ein Aufwand, der ohne Hilfe von Spendengeldern nicht zu stemmen sei, sagte Schreiber bei seiner Begrüßung. Durch den persönlichen Kontakt von Liesenfeld und Chorleiter Wolf-Rüdiger Schreiweis sei das Benefizkonzert ermöglicht worden. Das Lied, mit dem der Chor in die voll besetzte Kirch einzog, dürfte die beiden Bürgermeister hoffnungsvoll gestimmt haben. „Everything will be all right“ – alles wird gut, eröffnete das kurzweilige Konzert unter der Leitung von Schreiweis und mit rhythmischer Unterstützung von Jacques Bohr aus Pirmasens am Cajón. Publikum und Chor fanden schnell zueinander, wie das begeisterte Mitklatschen und Mitsingen bewiesen. Traditionelle und moderne Gospels wechselten sich ab. Melodien wie „The Lord your friend“, „Lift your hands“ und „He is a living God“ bereiteten sichtlich Freude. Ein deutscher Gospel der Berliner Komponistin Sarah Kaiser – „Danke Gott, dass du uns liebst“ – fand besonderen Gefallen beim Publikum. Beeindruckend waren die Soloeinlagen von Birgit Funda im Sopran, die bei „Born again“, „Immanuel“ und „Ja“ von Silbermond mit Stimmsicherheit und Klangvolumen glänzte. Das Lobpreislied „Halleluja, Salvation and Glory“ wurde mit einem Solo von Conny Uhl im Alt gefühlvoll dargeboten. Ludwig Welke brillierte mit einem Solo bei „Lord you are my shelter“ und mit Gitarre bei „Hymn“ von Barclay James Harvest. Chorleiter Schreiweis verstand es, das Publikum bei zwei Mitsingarrangements zu Höchstleistungen zu führen. Ein zweistimmiger Kanon „Du bist die Kraft, die mir oft fehlt“ wurde in Minutenschnelle gelernt. Am Beispiel von „He’s got the whole world in his hand“, „Go tell it on the mountain“, und „Rock my soul“, die von den Besuchern gleichzeitig gesungen wurden, demonstrierte der Chorleiter eindrucksvoll die Entstehung der Gospels aus der Gemeinde heraus. Nach eineinhalbstündigem Programm entließ das Publikum den Chor nicht ohne drei Zugaben. Mit dem ausdrucksstarken Hosanna-Ruf aus Botswana „Sana sananina“ zog der Chor aus der Kirche aus. Das Spendenergebnis von 2065 Euro kann sich sehen lassen und sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagte Bürgermeister Schreiber. (wü)