Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Bottenbach: Eine Woche Ferien-Spaß für 50 Euro

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Drei Jahre hintereinander gab es mit jeweils 45 Teilnehmern von der Kreisjugendpflege als Ferienmaßnahme „Ferien in der Heimat“ auf dem Gelände des Bottenbacher Sportvereins. Nachdem der Landkreis mit seinem Ferienangebot in diesem Jahr in einem anderen Ort zu Gast ist, beschloss der Gemeinderat am Montagabend auf Vorschlag von Ortsbürgermeister Klaus Weber einstimmig, eine eigene Jugendfreizeit zu organisieren.

Die eigenen „Ferien in der Heimat“ sollen in der ersten Sommerferienwoche vom 6. bis 10. Juli auf dem Gelände und im Sportheim des Sportvereins für sechs- bis zwölfjährige Kinder angeboten werden. Die Teilnehmerzahl wird auf 30 Kinder begrenzt, die Teilnahme kostet 50 Euro. Die Buchung wird online über das Ferienportal des Landkreises ermöglicht. Der von Weber vorgelegte Finanzierungsplan geht von einem Zuschuss des Landkreises von 3000 Euro aus, wozu jedoch die Mindestteilnehmerzahl von zehn Kindern erreicht werden muss.

Kostenneutrale Freizeit

Weber geht davon aus, dass die Ferienwoche kostenneutral organisiert werden kann: Teilnehmergebühren und Zuschuss sollen die Ausgaben decken. Um die Kinder werden sich vier Betreuer kümmern, vorgesehen sind unter anderem eine Tagesfahrt und der Auftritt eines Zauberers.

Der Gemeinderat beschloss, den Sachkostenzuschuss für den evangelischen Kindergarten von 6000 Euro auf 8000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Die Erhöhung hatte das protestantische Verwaltungsamt in Zweibrücken im Namen der protestantischen Kirchengemeinde als Kindergartenträgerin im vergangenen Jahr beantragt. Sie begründete dies damit, dass sie 2018 mehr als 13.000 Euro Sachkosten für die Bewirtschaftung der Gebäude und Anlagen, für Heizung, Wasser, Strom und Telefonkosten habe bezahlen müssen. Trotz der Zuschüsse sei es 2018 zu einem Defizit von rund 5000 Euro gekommen.

Gemeinde erhöht Zuschuss

Pfarrerin Verena Krüger erläuterte im Rat die Sachkosten und beantwortete Fragen. Bürgermeister Klaus Weber war als Presbyteriumsmitglied von der Beratung und Abstimmung ausgeschlossen. Bei einer Gegenstimme beschloss der Rat die Erhöhung des Zuschusses.

Die kommissarische Revierleiterin für den Gemeindewald Bottenbach, Maria Jäger, stellte den Entwurf des Forstwirtschaftsplanes 2020 vor. Bei einem bislang möglichen Hiebsatz von 803 Festmetern ist der Einschlag von lediglich 560 Festmetern vorgesehen. Jäger rechnet in diesem Jahr mit einem Überschuss von 1772 Euro. Weber und fünf Ratsmitglieder stimmten für den Plan, vier waren dagegen.

Energetische Sanierung

Weber informierte über Mängelbeseitigungen am Dorfgemeinschaftshaus und verwies auf eine notwendige energetische Sanierung. Dazu seien Ingenieurleistungen erforderlich. Mittel dafür müssten über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Weber informierte, dass die Verwaltung der Meinung sei, dass sich festgestellte Putzmängel am Außenputz nicht einfach so beseitigen ließe. Laut Weber laufe es darauf hinaus, dass die Fassade des Dorfgemeinschaftshauses gedämmt wird. Die Gemeinde müsse wohl zusammen mit der Beleuchtung ein Paket „Energetische Sanierung Dorfgemeinschaftshaus“ schnüren, um dafür an Zuschüsse zu gelangen.

Weber verwies auf das wieder aufgelegte Förderprogramm „Leader Plus Pfälzerwald“ für Kleinmaßnahmen bis 20.000 Euro. Zuschüsse könnten bis zum 28. Februar beantragt werden. Er bat die Ratsmitglieder um Überlegungen, welche Maßnahmen die Gemeinde in Angriff nehmen könnte.

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