Rheinpfalz Blumige Überraschung
Basteln, spielen und toben nach Herzenslust konnten 22 Kinder zwischen sechs und elf Jahren bei einer Ferienaktion im protestantischen Gemeindehaus in Wallhalben in der vergangenen Woche. Organisiert hat dieses sogenannte Frühlingsfest Gemeindediakonin Gabi Rathke im Auftrag der Kirchengemeinde Wallhalben/Herschberg.
Aus sieben Orten kamen die 16 Mädchen und sechs Jungen, die den Gemeindesaal in eine Spielwiese und einen Pflanzgarten verwandelten. Viel Neues gelernt haben sie dabei auch, und sie konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei standen Gabi Rathke drei Konfirmanden sowie zwei Mütter und zwei Omis von Teilnehmern zur Seite. Was eine „Samenbombe“ ist, wusste niemand zu Beginn, aber dann haben sie welche hergestellt. Das Ganze hat die Form eines Knödels, wird aus Ton geformt und im Inneren mit vielerlei Blumensamen gefüllt und in der Erde vergraben. Was dann nach regelmäßigem Gießen daraus erwächst, ist im wahrsten Sinne eine blumige Überraschung. Ebenfalls zum Thema Frühling passt die in Tetrapacks eingepflanzte Kresse als Garten „to go“. „Ganz besonders lustig“ fand Anna (8) aus Herschberg die Schatzsuche mit verschiedenen Aufgaben. Wasser wurde mit Schwämmen transportiert, und an einer Station mussten genau 500 Gramm Erde und Steine in einem Gefäß abgewogen werden. Nea (7) aus Wallhalben war vom Basteln begeistert, während Justin (8) aus Schmitshausen mit Geschick und Ausdauer Blätter aus einer Serviette ausgeschnitten und damit mittelgroße Kieselsteine beklebt hat. Zu Beginn diente das „Reporterspiel“ dem gegenseitigen Kennenlernen. Auf einer vorbereiteten Liste sollte jeder der Teilnehmer mit seinem Namen markieren, welche Kenntnisse er besitzt. Wie aus einem winzigen Samenkorn etwas ganz Großes werden kann, verdeutlichte die Gemeindediakonin den Kindern anhand einer Bildergeschichte vom kleinen Senfkorn. Jungen Menschen die Kirche näherzubringen ist eines der Ziele, die Gabi Rathke bei ihrer Tätigkeit verfolgt. Seit einem Jahr gehört die 53-Jährige zum Team des gemeindepädagogischen Dienstes im Dekanat Pirmasens und ist unter anderem für die Pfarrei Wallhalben/Herschberg zuständig. Sie ist in Heltersberg aufgewachsen, wo sie auch heute wieder mit ihrer Familie wohnt. Ursprünglich hatte sie eine Ausbildung zur Bürofachkraft abgeschlossen und den Beruf mehrere Jahre ausgeübt. Lieber als Schreibtischarbeit war ihr aber schon immer der offene Umgang mit Menschen, speziell mit Jugendlichen. Nach ihrem Umzug nach Kassel und der Geburt ihrer beiden heute erwachsenen Kinder hat sie bei der Landeskirche Kurhessen eine theologische und sozialpädagogische Ausbildung absolviert. Nach ihrer Rückkehr in die Westpfalz war sie bei der Lebenshilfe in Kaiserslautern als Sozialpädagogin für Familien zuständig und anschließend als Jugendreferentin des Dekanats Pirmasens tätig. Aktiv ist Rathke auch beim pfälzischen Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM).