Rheinpfalz Biomilch-Nachfrage bei Großabnehmerin immens

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Landwirte, die bis 30. November die Umstellung auf Ökolandbau beantragen, können ab 2016 von der Förderung des Landes profitieren. Darauf weist das Landwirtschaftsministerium in Mainz hin. Im Kreis Kaiserslautern gibt es 14 Ökobetriebe, die 1000 Hektar bewirtschaften.

Die Mainzer Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken sieht angesichts der niedrigen Milchpreise vor allem die Umstellung auf Öko-Milchproduktion als „zunehmend attraktiv“ an. In diesem Segment seien Wertschöpfung und Nachfrage hoch. „Wir wollen die Bauern dabei unterstützen, umwelt- und verbrauchergerecht zu produzieren und dies als Marktchance zu nutzen“, sagte die Ministerin. Die Nachfrage nach Bio-Milchprodukten sei größer als das Angebot. Im Lauterer Kreis hilft Milchbauern eine Umstellung auf Ökolandbau derzeit allerdings erst einmal nicht weiter − zumindest auf finanzieller Seite. Die Molkerei Hochwald, die die Milch aus der Westpfalz komplett abnimmt, bedient den Biomarkt nicht. Bauern, die Biomilch anliefern und höhere Produktionskosten haben, erhielten keinen höheren Preis. „Eine Umstellung macht nur Sinn, wenn die Bauern zugleich die Möglichkeit haben, Biomilch zu vermarkten“, so Höfken. Das Land fördere daher die Bildung von Erzeugergemeinschaften sowie Regionalinitiativen und -marken. Für Betriebe in der Westpfalz wäre es ein Weg, sich zusammenzuschließen und über eine entsprechende Menge Fahrzeuge von Arla aus dem Norden des Landes zur Abholung in die Region zu beordern. Arla ist die größte Molkerei in Rheinland-Pfalz. Aufsichtsratsmitglied Hans-Wilhelm Thelen bestätigt: „Wir haben erheblichen Bedarf, suchen dringend mehr Biobauern, die uns beliefern. Daher begrüßen wir die Initiative.“ 23.398 Betriebe, nur 8,2 Prozent aller, wirtschaften in Deutschland nach Richtlinien ökologischen Landbaus. Deren Fläche: 1.047.633 Hektar, lediglich 6,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. In Rheinland-Pfalz gibt es 1300 Ökobetriebe mit rund 54. 000 Hektar, im Kreis 14 Ökobetriebe, die mit 1000 Hektar keine drei Prozent der Fläche nutzen. (thea)

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