Rheinpfalz
Besucher loben Lauterecker Weihnachtsmarkt: Sehr groß für eine solch kleine Stadt
Angenehme, milde Temperaturen und nur ein wenig Sprühregen ab und an – in diesem Jahr meinte es Petrus mit den Lautereckern am Weihnachtsmarkt zumindest samstags deutlich besser als im Vorjahr. Das schlug sich auch in den Besucherzahlen nieder. Nicht nur am Abend herrschte dichtes Gedränge rund um das Veldenzschloss.
Früher Samstagabend: Seckis Schlossmusikanten spielen beschwingte Weihnachtslieder, überall duftet es weihnachtlich und überall hört man Menschen lachen – von klein bis groß. Wohin das Auge reicht, scheint Zufriedenheit zu herrschen.
Deutlich wird das vor allem beim Hauptorganisator, dem Stadtbeigeordneten und Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins, Heinrich Schreck. Von Beginn an sei der Markt sehr gut angenommen worden, sagt er freudestrahlend.
Am Morgen, nach der offiziellen Eröffnung mit der Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis, unterhielten die Grundschule und die Realschule Plus schon rund eine Stunde lang mit weihnachtlichen Melodien und sorgten so schon früh für viele Besucher. Das sollte sich über den Tag auch kaum ändern, denn der gelegentliche Sprühregen habe niemanden vertrieben, berichtete Schreck.
Insgesamt 33 Stände
Besonders gelobt worden sei auch diesem Jahr die Beleuchtung, die weihnachtliches Flair versprühe. Angefangen am Veldenzplatz mit einem gewaltigen Weihnachtsbaum bis hin zur Illumination des Veldenzschlosses. Auch die Standbetreiber haben alles weihnachtlich ausstaffiert. Insgesamt 33 Stände zählte der Markt, davon waren 21 in den urigen Holzbuden untergebracht.
Beim Gang durch die Budengasse zeigte sich, dass fast alle Anbieter einen direkten Bezug zu Lauterecken haben; so waren sehr viele Lauterecker Vereine und Institutionen mit von der Partie. Verschiedenste kulinarische Köstlichkeiten warteten auf die Besucher. Flammkuchen, Chili con Carne, aber auch Currywurst, Thüringer Bratwurst, Kürbiscremesuppe oder türkische Pizza standen auf der Liste.
Wer besonderen Wert auf regionale Speisen legt, konnte sogar Wilderzeugnisse aus dem Revier Lauterecken verkosten. Waffeln gab es süß und deftig, die Varianten des Glühweins waren vielfältig, wie auch die Zahl der Liköre und Tees mit Schuss. Das kulinarische Angebot war sehr breit gefächert.
Einziger Kritikpunkt, wenn auch eher auf höheren Niveau: dass recht wenige Dekostände vorhanden waren, wie auch Schreck anmerkte. Doch erfahrungsgemäß sind den Besuchern die kulinarischen Köstlichkeiten in geselliger Runde am wichtigsten. Ab dem Nachmittag spielten die Schlossmusikanten, zweimal kam der Nikolaus vorbei, und auch die Verlosung lockte Besucher.
In diesem Jahr gab es zum weihnachtlichen Treiben im aufwendig dekorierten Schlosshof, der auch mit Heizpilzen versehen war, und der Budengasse hinter dem Schloss zusätzlich die Möglichkeit, das Schloss und die Ausstellung „Gemalte Fotografie“ von Gerhard Weber zu besuchen. Das Angebot wurde ebenfalls gut angenommen. Webers Führung war gefragt und der Künstler zeigte sich positiv überrascht vom Markt: „Erstaunlich gut besucht und es ist ein toll ausgestatteter, schöner Markt für so eine kleine Stadt.“
Schloss mehr integrieren
Weniger davon überrascht, aber nicht minder angetan war Wolfgang Meyer, der nicht nur als Besucher und Stadtratsmitglied auf dem Markt unterwegs war, sondern auch mit dem Lauterecker Schachklub einen Stand betrieb. Er lobte allgemein die gute Zusammenarbeit, Schrecks Organisation und beispielsweise die Elektrik, die – wie in jedem Jahr kostenlos – der Lauterecker Elektrobetrieb Hammes installiert hatte und reibungslos funktionierte.
In diesem Jahr setzten die Veranstalter um Stadt, Heimat- und Kulturverein sowie Werbegemeinschaft also weitgehend auf das bewährte Konzept. Ein Wunsch Schrecks für das kommende Jahr ist es, zusätzlich auch das Schloss als solches und dessen Gewölbekeller noch mehr einzubinden und mit besonderen Ständen wie Kunsthandwerklichem zu bestücken.