Rheinpfalz „Besuch ist ein Muss“

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Rockenhausen. Es sieht nach einer Erfolgsgeschichte aus: Die Gesundheitsmesse in Rockenhausen präsentiert sich morgen zum sechsten Mal, die Teilnehmerzahl steigt stetig: In diesem Jahr sind 90 Anmeldungen eingegangen. Jutta Glaser-Heuser sprach mit Rudi Zapp – dem langjährigen Geschäftsbereichsleiter Donnersberg am Westpfalz-Klinikum und Hauptorganisator dieser Messe – über das Großereignis.

Herr Zapp, jedes Jahr werden es mehr, die bei der Gesundheitsmesse dabei sein wollen. Was ist denn in diesem Jahr dazugekommen?

Tatsächlich haben wir eine steigende Nachfrage, was mich natürlich sehr freut. Und was uns dazu bewegt hat, das Ganze organisatorisch auf etwas andere Füße zu stellen. Neben der Donnersberghalle haben wir den Außenbereich des Schulgeländes und die Realschulturnhalle einbezogen, es wird eine zweite Bühne geben. Mit einer ist das nicht mehr zu schaffen. Und was genau ist neu? Wir haben alle Angebote, die im weiteren Sinne zur Naturheilkunde zu zählen sind, in der Schulturnhalle zusammengefasst. Für diese Angebote gibt es immer reges Interesse. Es wird beispielsweise erklärt, was craniosacrale Körperarbeit ist, wem Achtsamkeitsübungen helfen, was in einem Seminar für ganzheitliche Entwicklung passiert. Als übergeordnetes Thema und zugleich Orientierung bei der Messe aber haben wir den Titel „Den Kreislauf des Lebens“ gewählt. Und das heißt? Wir stellen dar, welche Angebote es grob gesagt von der Wiege bis in den Tod gibt. Was bieten die Hebammen, damit der Start ins Leben gelingt? Welche Möglichkeiten gibt es für die Förderung von Kindern und Jugendlichen, hier stellt sich etwa die Integrative Kindertagesstätte der Lebenshilfe Westpfalz vor oder die KiGaGu – Bewegungskita Gundersweiler. Es geht um Therapieangebote im Krankheitsfall, sie werden vom Westpfalz-Klinikum, von Physiotherapiepraxen und der Selbsthilfegruppe für Multiple-Sklerose-Erkrankte dargeboten, um nur einige Beispiele zu nennen. Und auch der Tod gehört ja zum Kreislauf des Lebens: Betreuungsverein Donnersberg, Sozialstation und Bestattungsunternehmen sind dabei. Man kann sich vor Ort über die Bedeutung von Vorsorgevollmachten oder Patientenverfügungen informieren. Uwe Holzmann wird erklären, wie ein Bestattungsunternehmen die Angehörigen im Trauerfall unterstützen kann. Bei einem Blick auf die Teilnehmerliste fällt auf, dass auch Tanz- und Musikgruppen vertreten sind. Fällt auch das unter den Überbegriff Gesundheit? In jedem Fall. Die Gestaltung von Freizeit, das ist ein ganz wichtiger Aspekt für die Gesundheit. Wie wichtig Singen und Musik sind, ist ja erforscht. Sowohl für diejenigen, die es aktiv machen, als auch für die Zuhörer. Und Bewegung, also beispielsweise Tanzen, ist von Klein auf förderlich. Vielleicht macht es ja unseren Besuchern Lust zum Mitmachen, wenn die Tanzgruppen über die Bühne wirbeln. Welche Rolle spielt die Ernährung? Ernährung ist ein ganz großes Thema. Wir haben da beispielsweise ein Gespräch mit Tilo Hausmann vorgesehen. Er ist Ernährungscoach und auf die vegetarische und vegane Ernährungsweise spezialisiert. Das Thema Ernährung taucht bei einem Vortrag von Eva-Maria Wagner über die Wirkweise von Cellagon auf. Und wird auch etwas für die seelische Gesundheit geboten? Zum einen wird sich das Pfalzklinikum mit seiner Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie vorstellen. Wir können sehr froh sein, dass wir diese Klinik hier haben. Außerdem gibt es ein Interview mit Ruth Axen, Leiterin des Instituts für angewandte Achtsamkeit, und mit Sandra Molter, die sagt, wie wir durch Umdenken den Ausweg aus der Stressfalle schaffen können. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Einladung zu einer kirchlichen Andacht mit Pfarrerin Dominke um 9.30 Uhr. Andacht, Musik und Gesang regt an, beflügelt, erfüllt. Auch hier ein Beispiel wie Körper, Geist und Seele als Einstimmung und zum Auftakt einer Gesundheitsmesse in Einklang gebracht werden können. Was ist für Sie persönlich bei der Messe besonders wichtig? Mir ist es sehr wichtig, dass wir diese Messe als Möglichkeit sehen, Rockenhausen als Gesundheitsstadt und Gesundheitszentrum darzustellen. Der Stadt kommt die Rolle eines überregionalen Versorgers zu. Ein Drittel der rund 5400 Arbeitsplätze werden in den Bereichen der Gesundheit, des Sports und des Sozialen vorgehalten, also rund 1800. Das ist beachtlich. Zum Thema Weiterentwicklung des Gesundheitssektors im Kreis werden Landrat Winfried Werner und Peter Förster, Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, sprechen. Aus medizinischer Sicht erläutert Chefarzt Michael Schmid die Innovationen im Klinikalltag. Alles in allem, denke ich, ist das große Plus bei der Messe das Zusammenwirken von so vielen Beteiligten. Für die Menschen im Umkreis ist der Besuch der Messe ein Muss. Aber eines, das Spaß macht und besondere Atmosphäre bietet.

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