Rheinpfalz „Bella Italia“ hält in der Westpfalz Einzug

Wer hätte das gedacht? Die „Italienischen Nächte“ in Kusel sind nach wie vor ein echter Renner. Jetzt feiert das alljährliche zweitägige Fest schon ein kleines Jubiläum. Zum zehnten Mal hält am Freitag und Samstag, 11. und 12. Juli, „Bella Italia“ im westpfälzischen Kusel Einzug.
Die Nächte – vor allem, wenn das Wetter mitspielt wie vor Jahresfrist – ein Publikumsrenner. Und das schon seit der Erstauflage. Vor nunmehr neun Jahren haben erstmals italienische Gastronomen aus der Kreisstadt ein Stückchen „Bella Italia“ nach Kusel geholt. Die Premiere des Fest-Treibens nach italienischer Lebensart geriet auf Anhieb zum durchschlagenden Erfolg. Die mittlerweile zehnte Auflage steigt nun am Wochenende, von den Italien-freunden heiß erwartet. Als der Versuchsballon im Jahre 2005 erstmals aufstieg, war die Skepsis, die manch einer im Vorfeld geäußert hatte, schnell verflogen. Wahre Besucherscharen tummelten sich an einem Freitagabend im Juli zur Stunde des sonst gewohnten Geschäftsschlusses in der Kuseler Innenstadt. Unbeschreiblich groß war der Andrang bei der Premiere der „Italienischen Nächte“. Mit der Ankündigung, „südländisches Flair in die Einkaufsstadt Kusel“ zu holen, hatten die Organisatoren nicht zu viel versprochen. Die Interessengemeinschaft (IG) „Kusel macht Laune“ sowie drei Kuseler Gastronomen, deren Heimat „Bella Italia′ ist, haben damit einen Glücksgriff gelandet. Vor allem die bis vor einigen Monaten noch amtierende, langjährige IG-Vorsitzende Evi Schmied war maßgeblich am Zustandekommen beteiligt. Initiatoren und Organisatoren der „Italienischen Nächte“ auf dem Kochschen Markt sind indes die drei Gastronomen Pino Azzariti (Koche Hauswirtschaft), Nino Di Fede (Restaurant Ziegelhütte) und Roberto Simonetti (Eiscafe San Marco), das Quartett komplettiert ein befreundeter Wirt aus Baumholder. Die Italiener bürgen dafür, dass Musik wie Spezialitäten stilecht sind. Es verwundert angesichts des Erfolgs der Erstauflage nicht, dass das zweitägige Fest sofort im Jahres-Veranstaltungskalender Einzug hielt und seither beharrlich das erste Juli-Wochenende besetzt. So auch diesmal wieder. Wie gewohnt geht es am frühen Freitagabend los. Die Geschäftsleute in der Innenstadt werden nicht wie sonst um 18 Uhr ihre Läden schließen, sondern stehen gerne für Überstunden bereit. Die lange Kuseler Einkaufsnacht, die seit Anbeginn eine Hauptattraktion der „Italienischen Nächte“ ist, bietet Besuchern Gelegenheit, bis zum späten Abend durch die Stadt zu bummeln. Die Beteiligten bitten zu einem Spaziergang durch die Kuseler Geschäfte, die zumindest bis 22 Uhr ihre Pforten offen halten möchten. Und der Handel hat sich auch wieder einiges einfallen lassen, lockt mit Sonderaktionen, bietet attraktive Rabatte, lädt Kunden zu einem Gläschen oder einem Snack ein. Musik gehört natürlich ebenfalls dazu. Und so wird auch diesmal wieder an diversen Stellen in der Stadt – am Rosengarten und an einigen Stellen in der Bahnhofstraße – Musik erklingen. Richtig heiß zugehen wird es aber wieder auf dem Kochschen Markt. Dort steht eine Bühne, dort konzentriert sich am Samstagabend wieder das Geschehen der „Italienischen Nächte“. Italienische Spezialitäten für den Gaumen sind selbstredend wieder Trumpf, dazu gibt′s auch Klänge aus dem südeuropäischen Land, liebstes Urlaubsziel von ungezählten Deutschen. Und natürlich erklingen am Wochenende in Kusel fast ausschließlich heiße Rhythmen aus „Bella Italia“. Dafür sind ab 18 Uhr bereits Folklore-Vorführungen vorgesehen. Es hat sich im vergangenen Jahr bewährt, das Programm am Samstag schon um 18 statt um 20 Uhr starten zu lassen. Zwar spielt diesmal nur eine Band, doch dafür gibt’s mehr zu sehen. Am Freitag unterhält ab 20 Uhr die Gruppe „California“, die jedoch trotz ihres Namens in musikalischer Hinsicht auf italienische Titel setzt. Am Samstag spielt auf der Bühne auf dem Kochschen Markt ab 20 Uhr die Band „Da Vinci“. Das sind bereits gute alte Bekannte, die seit Anbeginn vor neun Jahren stets mit von der Partie sind, wenn sich Kusel in Grün-Weiß-Rot präsentiert. (cha)