Rheinpfalz Bahnhof : Gewobau kauft Gebäude

«Zweibrücken.» Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen, kurz Gewobau, hat gestern das Zweibrücker Bahnhofsgebäude von der Deutschen Bahn gekauft. Den Kaufpreis wollte die Gesellschaft nicht nennen. Gewobau-Geschäftsführer Werner Holzmann sagte auf Anfrage, das Gebäude werde wie bisher genutzt.
Die Gewobau hat nach Aussage von Holzmann den bereits mit der Bahn ausgehandelten Vertrag des anderen Kaufinteressenten, Willi Gessners Immobilia-Firma, „eins zu eins übernommen“. Gestern Mittag sei der Vertrag unterschrieben worden. Den Kaufpreis wollte die Gewobau nicht nennen. Er liegt „jedoch unter dem ursprünglich von der Bahn verlangten Mindestkaufpreis“, hieß es in einer Mitteilung. Die Bahn verlangte nach RHEINPFALZ-Informationen mehr als 400.000 Euro für das Gebäude. Bis der Bahnhof in den Besitz der Gewobau übergeht, könnte noch bis Ende des Jahres dauern. „Die grundbuchmäßige Abwicklung kann sich noch einige Monate hinziehen“, erläutert Holzmann. Der Gewobau will selbst nicht in das Gebäude einziehen. „Wir bauen ja gerade selbst“, betonte der Geschäftsführer. Am Busbahnhof entsteht derzeit das neue Bürogebäude der städtischen Tochter. Die Empfangshalle des Bahnhofs soll laut Holzmann weiter erhalten bleiben, die Einheiten im Gebäude weiterhin vermietet werden. Das Bahnhofsgebäude ist eines der wenigen Zweibrücker Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert. 1872 errichtet, kamen 1918 die Eckbauten hinzu. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde der Bahnhof in den 60er Jahren wiederaufgebaut und in den 80er Jahren renoviert. Heute ist er wieder renovierungsbedürftig. Das Grundstück ist 1600 Quadratmeter groß. In dem Gebäude sind vier Wohnungen, eine Gaststätte, eine Versicherung und eine Taxi-Zentrale sowie ein Hausmeister untergebracht.