Rheinpfalz Bahnhof bleibt Baustelle

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Frankenthal. Das fehlende Dach an den Aufgängen zum Mittelbahn-steig am Frankenthaler Hauptbahnhof soll „spätestens im dritten Quartal 2017“ fertiggestellt sein. Das hat die Deutsche Bahn AG auf RHEINPFALZ-Anfrage mitgeteilt. „Mir liegen keine Informationen vor“, sagte dazu OB Martin Hebich (CDU), für den der Termin „enttäuschend“ sei.

Das bis heute fehlende Dach an den Zugängen zu den Gleisen 2 und 3 ist Teil des bereits weitgehend umgesetzten Umbaukonzepts des Hauptbahnhofs Frankenthal für den S-Bahn-Betrieb. Angesichts der Gefahren bei Regen, Schnee oder Eis hatte das Eisenbahnbundesamt die Bahn AG im März angewiesen, die Aufgänge „unverzüglich provisorisch mit einer Überdachung zu versehen“. Stattdessen wurden glatte Treppenstufen zunächst provisorisch mit einer rutschhemmenden Beschichtung überzogen. Der Baubeginn für das Dach sei für das erste Quartal 2017 geplant gewesen. So steht es in einer jetzt vorgelegten Antwort der Bahn-Pressestelle auf eine RHEINPFALZ-Anfrage vom 3. August. Um arbeiten zu können, müssen jedoch sogenannte Sperrpausen festgelegt werden, in denen der Zugbetrieb ruht. „Auf Nachfrage, ob die Sperrpausen wie gewünscht genehmigt werden können, wurde mitgeteilt, dass möglicherweise eine Verschiebung in den Sommer 2017 vonnöten wäre“, heißt es in der Mitteilung der Bahn. Je nach Entscheidung solle das Dach „spätestens im dritten Quartal 2017 fertiggestellt sein“. Mehr Informationen zum „aktuellen Planungs- und Umsetzungsstand“ kündigte ein Bahn-Sprecher für diese Woche an. Bauarbeiten am Treppenaufgang haben vor wenigen Tagen begonnen: Der nördliche Abschnitt, der Fußgängerunterführung und Bahnsteig verbindet, ist gesperrt. Näheres dazu war zunächst nicht zu erfahren. Im Sommer war der Konzernbevollmächtigte der Bahn AG für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Jürgen Konz, zu einem Ortstermin nach Frankenthal gekommen. Vertreter der Stadt und der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Baldauf hatten dabei auch auf die Dringlichkeit des Überdachungs-Themas hingewiesen. Er habe seitdem keine neuen Informationen erhalten, sagte auf Anfrage Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Die Stadt habe mehrfach deutlich darauf hingewiesen, dass die schon lange ausstehende Bahnsteigüberdachung nun „möglichst früh“ realisiert werden müsse. „Und ,drittes Quartal 2017’ ist nicht früh“, sagte Hebich. „Das finde ich enttäuschend.“ Generell, so ergänzte der Oberbürgermeister, seien Bauverzögerungen ein sehr ärgerliches Thema; gute und wichtige Projekte gerieten dadurch in ein schiefes Licht. Bei einem weiteren bisherigen Dauer-Ärgernis hofft die Bahn, eine Lösung gefunden zu haben: „Die Aufzugsanlage im Hauptbahnhof Frankenthal funktioniert seit dem 16. September wieder stabil“, teilte die Bahn mit. Als Grund für die Ausfälle habe man „die außerordentliche Hitzeentwicklung im Aufzugsschacht“ ermittelt, erklärte der Sprecher. Aus mit der Situation am Bahnhof vertrauten Kreisen war bisher eine ganz andere Erklärung zu hören: Auch wegen der fehlenden Überdachung seien die Aufzüge bei starkem Regen buchstäblich „abgesoffen“. Auch ein Regional-Bevollmächtigter der Bahn AG hatte nach seinem Besuch im August gesagt, Wasser sei in die Aufzugschächte eingedrungen, weshalb der Betrieb zu stoppen war. Seit Monaten defekt und gesperrt ist eine große Glas-Doppeltür am Durchgang von der großen Bahnhofshalle zu den Bahnsteigen. Ein daran angebrachtes Schild signalisiert – ebenfalls seit Monaten –, dass eine zügige Reparatur beabsichtigt sei. Dazu die Bahn-Pressestelle: Diese Reparatur sei „schon seit Längerem bei unserem internen Dienstleister beauftragt. Uns liegt leider ein verbindlicher Reparaturtermin nicht vor.“ Man sei nun „bemüht, einen konkreten Termin zu vereinbaren“, heißt es.

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