Rheinpfalz Bürgertaxi am Netto-Markt

Placeholder-Image

Mit dem E-Mobil zum Arzt oder zum Einkaufen gefahren werden? Wenn es nach dem Willen von Rieschweiler-Mühlbachs Bürgermeister Heino Schuck (SPD) geht, soll die Idee – im Zuge des geplanten Supermarkts – bald in die Tat umgesetzt werden. Am Mittwoch bespricht zunächst einmal der Ortsgemeinderat das Thema.

Der Netto-Markt, der im Ortsteil Rieschweiler in direkter Nachbarschaft zum Neubaugebiet „Im Flur“ gebaut werden soll, ist am Mittwoch (19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Höhmühlbach) Thema im Rat. Dabei geht es unter anderem um drei Eingaben von Bürgern, die den Bau des Marktes kritisch sehen. Ein Kritikpunkt, der aus einem Schreiben hervorgeht, das auch der RHEINPFALZ vorliegt: Der Markt wird am Ortsrand gebaut, an einer Stelle, die zu Fuß nur schwer zu erreichen ist. Auf RHEINPFALZ-Nachfrage erklärte Bürgermeister Schuck, dass in anderen Orten, etwa in Contwig, die Einkaufsmärkte auch nicht zentral liegen. Eine Ansiedlung im Ortskern sei in Rieschweiler-Mühlbach nicht möglich gewesen. „Es gibt dafür keinen Platz“, so Schuck. Zudem würde bei Bauvorhaben im Ortskern, etwa in der Bahnhofstraße, auch immer der Hochwasserschutz eine Rolle spielen, was die Planungen erschwere. Dem Kritikpunkt Erreichbarkeit begegnet Schuck zudem mit dem Plan, am Einkaufsmarkt eine „Servicestelle für ein Bürgermobil“ einrichten zu wollen, wie es in der Tagesordnung zur Ratssitzung heißt. Dahinter verbirgt sich laut Schuck der Plan, ein möglichst mit Elektroantrieb versehenes Fahrzeug am Einkaufsmarkt zu stationieren, das von Bürgern als Taxi für innerörtliche Touren genutzt werden kann. „Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt werden immer wichtiger“, unterstreicht Schuck. Das könne für weniger mobile Menschen mit einem solchen Bürgermobil gewährleistet werden. Schuck führt die Idee weiter aus: Wer im Ort einen größeren Einkaufe plane, könne das Mobil anfordern, werde abgeholt und nach dem Einkauf mit den Waren wieder nach Hause gefahren. Das Mobil soll dabei ausschließlich für innerörtliche Fahrten zur Verfügung stehen. Den Fahrdienst anbieten soll ein Pool aus ehrenamtlichen Helfern. Schuck spricht von rund zehn Leuten. „Zwei, drei habe ich schon“, sagt Schuck, der für das Bürgermobil, wie er erklärt, kein festes Konzept in der Schublade hat. „Die Idee habe ich im Kopf, da habe ich sie dann auch immer dabei“, verrät er schmunzelnd. Hinter dem Bürgermobil müsse wohl mittelfristig ein Verein stehen, der dann wiederum auch von der Kommune unterstützt werden könne. Mit Blick auf das Projekt Bürgerbus, das in der alten Verbandsgemeinde Wallhalben immer im Gespräch war (Schuck: „Das kam aber nie richtig in die Pötte“), verspreche er sich mehr Erfolgschancen: „In einer einzelnen Ortsgemeinde ist das womöglich leichter zu realisieren.“

x