Rheinpfalz Auf dem Weg zur Fusion

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Die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz mit Sitz in Kaiserslautern und die VR-Bank Westpfalz in Landstuhl wollen im kommenden Jahr fusionieren. Das haben die Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken beschlossen.

Insgesamt sind bei beiden Banken 280 Mitarbeiter, davon 17 Auszubildende, beschäftigt. Mehr als 77.000 Kunden mit 170.000 Konten werden der neuen Genossenschaft, die von 30.000 Mitgliedern getragen wird, angehören. Derzeit erreichen beide Banken zusammen eine Größe von fast 1,3 Milliarden Euro Bilanzsumme und betreuen ein Kundenvolumen von über 2,6 Milliarden Euro. Die Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz hat eine Bilanzsumme von 780 Millionen Euro und ein Kundenvolumen von 1,7 Milliarden Euro, die VR-Bank Westpfalz eine Bilanzsumme von knapp 500 Millionen Euro und 950 Millionen Euro betreutes Kundenvolumen. In einer gemeinsamen Erklärung erläuterten die Vorstandsmitglieder der beiden Kreditinstitute ihr Vorhaben. Beide Banken erfüllten bereits heute die hohen gesetzlichen Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der nächsten Jahre. Beide Banken arbeiteten bereits seit Jahren in einigen Kooperationsbereichen eng zusammen und sähen sich als gleichwertige Partner trotz der unterschiedlichen Größe. Die angestrebte Verschmelzung stehe im Einklang mit den Empfehlungen des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Raiffeisenbanken, der den Zusammenschluss auch mittlerer Genossenschaftsbanken zu größeren Instituten nahelege. Das Geschäftsgebiet der beiden Banken reicht künftig von Ebernburg im Norden bis an die französische Grenze im Süden der Westpfalz. Ein wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens wird im ländlichen Bereich von insgesamt 39 Geschäftsstellen betreut. Im Landkreis Kusel gehören zu diesen Geschäftsstellen die in Breitenbach, Kusel, Schönenberg-Kübelberg und Wolfstein. Auch wenn die Entwicklung und die Kundennachfrage hin zu modernen Banking-Verfahren nicht aufzuhalten sei, werde sich die neue Bank nicht aus der Fläche zurückziehen, betonten die beiden für die Kundenbetreuung zuständigen Vorstandsmitglieder Alexander Kostal aus Landstuhl und Karl-Heinz Reidenbach aus Kaiserslautern. Ihre Kollegen Peter Kullmann, Karlheinz Stemler und Albrecht Steller zeigten sich überzeugt, mit der Bündelung der Kräfte in den Steuerungs-, Produktions-, IT- und Organisationsbereichen für die künftigen Herausforderungen des Bankensektors bedeutend besser aufgestellt zu sein, als wenn beide Banken alleine ihren Weg gehen. Die Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Hammel, Kaiserslautern, und Georg Spieß, Landstuhl, sind optimistisch, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für die erfolgreiche Zusammenführung ist. Personalabbau müssten die Belegschaften nicht fürchten, betonte Alexander Kostal im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „In beiden Häusern scheiden bis 2019 jeweils fast 20 Mitarbeiter regulär aus Altersgründen aus“, berichtet der Vorstand der VR-Bank, die mit Auszubildenden derzeit rund 120 Beschäftigte hat. „Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.“ Für die Zukunft benötige das Haus aufgrund der wachsenden Regularien im Bankensektor qualifizierte Mitarbeiter mit Studienabschluss. Auch die Azubis hätten eine gute Perspektive, so Kostal. Mit den einstimmigen Beschlüssen der beiden Aufsichtsratsgremien, Fusionsgespräche in die Wege zu leiten, beginnt in den nächsten Monaten für die Vorstände die eigentliche Arbeit. Die Zustimmung der Vertreter der Mitglieder der Genossenschaft soll im ersten Halbjahr 2016 eingeholt werden. Bis dahin sollen in Projektgruppen alle Detailfragen geklärt werden und in einen Verschmelzungsvertrag einfließen. (red/oef)

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