Rheinpfalz Auf Behinderungen einstellen

Die Autofahrer im Dahner Felsenland müssen sich nach den Sommerferien auf wochenlange Verkehrsbehinderungen einstellen. Ab Mitte oder Ende September beginnen Sanierungsarbeiten an der B 427 vor dem Ortseingang von Dahn. Der Verkehr läuft dann über Wochen nur per Ampelschaltung. Gegen Ende der Bauarbeiten muss die Bundesstraße sogar voll gesperrt werden.
Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Sanierung der B 427 zwischen Hinterweidenthal und dem Gewerbepark Neudahn eins vor zwei Jahren. Nun sollen die restlichen 900 Meter zwischen Gewerbepark und Stadteingang folgen. Problem: Der Unterbau der Bundesstraße ist kurz vor der Stadt so schlecht, dass auf 300 Metern – ab der Firma Frank Flechtwaren bis zur Einmündung Äußermühlstraße – ein kompletter Vollausbau der Straße notwendig ist. „Wir koffern in diesem Bereich den gesamten Straßenunterbau aus und bringen eine neue Frostschutzschicht aus Schotter sowie die drei Asphaltschichten – Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht – neu auf“, erläutert Sebastian Staab, der Fachgruppenleiter Bau des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern. Damit in der Bauphase überhaupt der Verkehr einseitig an der Baustelle vorbeirollen kann, muss zuvor in diesem Bereich die Bundesstraße verbreitert werden. Das geschieht durch ein ein Meter breites Provisorium auf der talseitigen Seite der B 427. „Sonst erreichen wir nicht den Sicherheitsabstand, den die Berufsgenossenschaft zum Schutz der Arbeiten für Arbeiten unter laufendem Verkehr vorgibt“, erläutert Staab. Bis Oktober oder November sollen die Arbeiten soweit fortgeschritten sein, dass man dann an die Sanierung der Deckschicht im übrigen Bereich gehen kann. Diese Arbeiten finden – wie bereits auf dem anderen Abschnitt der B 427 – unter Vollsperrung statt und sollen an zwei bis drei Wochenenden durchgeführt werden. Aber nicht nur in diesem Abschnitt. Denn an diesen Wochenenden wird auch die B 427 auf der anderen Seite der Stadt saniert – zwischen SBK-Kreisel und Dahn-Reichenbach, ebenfalls unter Vollsperrung. „An diesen Wochenenden wird Dahn nur über Erfweiler zu erreichen sein“, macht Staab deutlich. Mit einer großräumigen Umleitungsbeschilderung will der LBM dafür sorgen, dass in diesen Zeiten tatsächlich nur der Anliegerverkehr über die K 39 rollt. Für andere Verkehrsteilnehmer macht das Befahren der Straße auch keinen Sinn: In Dahn steckt er dann in einer Sackgasse. Staab ist zuversichtlich, dass die Arbeiten vor Beginn der Frostperiode abgeschlossen werden können. Ursprünglich, so berichtet er, sollten die Arbeiten bereits zum jetzigen Zeitpunkt laufen. Dann aber habe man sich mit den Verbandsgemeindewerken kurzgeschlossen, die nun im Zuge der Bauarbeiten im Bereich der Gewerbebetriebe noch notwendige Leitungsarbeiten mit ausführen. So soll eine neue Leitung zur Oberflächenentwässerung eingebaut und das Teilstück einer Wasserleitung erneuert werden. 115.000 Euro investieren die Werke hier, wie der Werksausschuss am Donnerstag kurzfristig entschied. Die Straßenbaumaßnahmen kosten laut Staab im Abschnitt Richtung Hinterweidenthal 500.000 Euro, in Richtung Dahn-Reichenbach bis zu 700.000 Euro. (hll)