Eisenberg Außen ’rum zum Fest
Zwar pfiff am Samstagabend ein kühles Lüftchen um die historischen Mauern der Burg, das konnte die Staufer aber nicht davon abhalten, ihre Kerwe zu feiern. Im Festzelt waren alle Plätze besetzt, nur draußen unterm freien Himmel blieben einige Tische leer, da es am Nachmittag noch kräftig geregnet hatte. „Wir sind zufrieden mit dem Besuch, auch wenn das Wetter uns diesmal nicht gerade verwöhnt“, bilanzierte Ortsvorsteher Georg Grünenthal während des Kerweabends.
In diesem Jahr hatten die Arnbachtaler Musikanten unter der Leitung ihres Dirigenten Frank Ecker die Unterhaltung der Kerwegäste übernommen. Das 32-köpfige Blasorchester aus der Westpfalz ist für die Otterstädter Musikanten, die sonst in Stauf für böhmische und mährische Klänge sorgten, eingesprungen. „Das war eine gute Wahl“, lobt Grünewald das Orchester, das mit traditioneller Blasmusik, vielen Stimmungsliedern – unter anderem von Kurt Dehn – für gute Laune sorgte. Auch die flotten Sprüche und Witze von Frank Ecker kamen gut an. Seit mehr als 20 Jahren führt Ecker das erfolgreiche Orchester, in dem sogar Musiker aus Eisenberg und Kleinkarlbach zum Instrument greifen. „Die Arnbachtaler sind eine echte Alternative zu den Otterstädtern“, so Grünewald. Das Orchester hat auch Eisenberger Fans aus dem Gesang- und Musikring angelockt, mehrere Tische belegten die Sänger und ihre Familien, die schon längere Zeit mit den Musikern gute Kontakte unterhalten. Auch aus Wattenheim oder Hertlingshausen waren zahlreiche Gäste zur Burg gekommen. Anders als in den Vorjahren mussten die Besucher aber außen ’rum zum Festgelände laufen, auch das Zelt der Musiker stand diesmal auf der gegenüberliegenden Seite des Festzelts. „Der veränderte Aufbau ist dem Umbau des ehemaligen Aussiedlerheims geschuldet, der noch bis zum Herbst laufen wird“, so Grünenthal. Allerdings habe er viel Lob für den neuen Aufbau bekommen. „Vor allem unsere Helfer sind zufrieden. Sie bekommen viel mehr von der Musik mit, haben sie mir bestätigt“, so der Ortsvorsteher. Deshalb gebe es die Überlegung, in den Folgejahren wieder die Zelte so wie in diesem Jahr aufzubauen. „Was uns sehr freut, sind die Helfer, die sich aus den Reihen der künftigen Bewohner der neuen Wohn-Genossenschaft schon in diesem Jahr bereiterklärt haben, bei der Kerwe anzupacken.“ |jös