Rheinpfalz Anmelderekord für Gesamtschule verzeichnet

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Anmelderekord an der Integrierten Gesamtschule in Thaleischweiler-Fröschen (IGS): 161 Schüler wurden für die vier fünften Klassen angemeldet, die ab dem Schuljahr 2017/18 an der Schule mit dem Unterricht beginnen werden. Aber nicht alle können angenommen werden.

Dass das Ausbildungs- und Leistungsangebot, die Qualität des Unterrichts so hoch geschätzt würden, „freut uns natürlich“, sagt Schulleiter Florian Zickwolf. Aber für die Schulleitung habe die große Nachfrage zur Folge, dass sie dieser Tage zahlreiche Ablehnungen aussprechen müsse. „Denn leider können wir nur 112 Schüler aufnehmen“, bedauert er. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass 49 Kindern abgesagt werden muss. Vier fünfte Klassen, davon zwei Ganztagsklassen, mit der maximal zulässigen Zahl von 28 Schülern pro Klasse richtet die Schule ein. Die vom Bildungsministerium vorgegebene Klassenmesszahl an Gymnasien und Gesamtschulen beträgt 28 Schüler pro Klasse. Die Klassenstärke soll einen qualifizierten Unterricht ermöglichen, gerade an den Gesamtschulen, an denen dem dualen Prinzip des Förderns und Forderns besonders Rechnung getragen werde. An diese Klassenmesszahl müssen sich die Schulen halten. „Das hat bei einer hohen Anmeldezahl zur Folge, dass wir entscheiden müssen, wen wir aufnehmen und wen nicht“, sagt Zickwolf. Diese Entscheidungen würden nicht willkürlich getroffen. „Es gibt klare Kriterien, an die wir uns bei der Vergabe von Plätzen halten müssen“, verdeutlicht Zickwolf. Er hoffe, dass die Eltern, deren Kinder nicht zum Zuge kommen, das verstehen. Kriterium Nummer eins ist die Notensumme der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkundeunterricht an den Grundschulen. Ein Schüler, der in diesen drei Fächern jeweils die Note eins hat, kommt auf die Notensumme drei. Wer zwei dreien und eine vier hat, kommt auf die Notensumme zehn. Das Prinzip der IGS ist es, dass Schüler, die früher eine Hauptschul- oder eine Realschulempfehlung bekamen, mit Schülern, die eine Gymnasialempfehlung erhielten, bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Deshalb erfolgt die Aufnahme der Schüler zunächst zwingend entsprechend ihrer Leistungsstärke. Diese Leistungsstärke errechnet sich aus der Notensumme: 50 Prozent der Schüler, die die IGS aufnehmen darf, sind in der Leistungsgruppe eins. Diese Schüler haben eine Notensumme zwischen drei und sieben. Jeweils 25 Prozent der Schüler gehören zur Leistungsgruppe zwei (Notensumme 8 und 9) und 25 Prozent zur Leistungsgruppe drei (Notensumme zehn und höher). „An diesem ersten Kriterium führt kein Weg vorbei“, erläutert Zickwolf. Innerhalb dieser Leistungsgruppen greift dann ein zweites Kriterium, an dem nicht zu rütteln sei. Schüler aus dem territorialen Bereich des Schulträgers werden vorrangig aufgenommen. Schulträger ist der Landkreis Südwestpfalz. Deshalb werden Schüler, die im Kreis wohnen, zuerst aufgenommen, bevor Schüler aus den kreisfreien Städten zum Zuge kommen, wenn innerhalb der Leistungsgruppe mehr Bewerbungen vorliegen, als Plätze zu vergeben sind. Aus der Stadt Pirmasens liegen insgesamt 50 Bewerbungen vor. Schüler in der Leistungsgruppe eins, die in der Stadt wohnen, kommen zum Zug, denn diese Leistungsgruppe kommt bei den Anmeldungen auf 41 Prozent, ist damit nicht ganz am Limit. Die verbliebenen Plätze verteilen sich auf die Leistungsgruppen zwei und drei. In diesen sind zunächst die Kinder aus dem Landkreis bei der Aufnahme zuerst zu berücksichtigen. Sind nach diesen Vorgaben die Plätze verteilt und immer noch mehr Bewerber da als Plätze, greifen die nächsten Kriterien: Sitzgemeinde und Geschwisterkinder. Das bedeutet, dass angemeldete Schüler aus Thaleischweiler-Fröschen beispielsweise Vorrang vor angemeldeten Schülern aus der Verbandsgemeinde Rodalben haben. Aus der VG Rodalben liegen über 20 Anmeldungen vor. Dazu kommen Anmeldungen aus der VG Zweibrücken-Land, darunter fünf aus Contwig, aus der VG Waldfischbach-Burgalben (Höheinöd und Hermersberg), aber auch aus Lemberg oder Ruppertsweiler VG Pirmasens-Land). „Wir hatten ja auch in den vergangenen Jahren immer mehr Interessenten als Plätze, aber in diesem Jahr müssen wir sogar Kindern aus dem Kreis und Geschwisterkindern eine Absage erteilen“, bedauert Zickwolf. An den Kriterien, vor allem aber am obersten Kriterium prozentuale Verteilung nach Leistungsgruppen, „lässt sich absolut nichts ändern“. Ein Wechsel an die IGS in höheren Klassenstufen ist möglich. Wechsel gebe es immer mal, etwa, wenn Kinder weg- oder zuziehen. Ab Klassenstufe sieben steigt von Gesetzes wegen auch die Klassenmesszahl auf 30 Schüler pro Klasse. Für die zurzeit im Umbau befindliche IGS Contwig haben sich 95 Kinder angemeldet. Daraus können ebenfalls vier fünfte Klassen gebildet werden. |add

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