Rheinpfalz An Rhein und Saar: Entwässerungsgräben gegen Starkregen?

91-91834644.jpg

. Nach den heftigen Überschwemmungen mit Millionenschäden im Gemüseanbaugebiet Vorderpfalz, zu denen es im Mai und Juni gekommen war, fordert der Fachmann Joachim Ziegler mehr Schutz zum Beispiel mit Entwässerungsgräben. Solche Maßnahmen seien wegen der starken Regenfälle für tiefer gelegene Regionen „das Thema der Zukunft“, sagt der Gemüsebauberater beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz. Davon dürfe auch die gelegentliche Trockenheit in der Region, die seit Jahrzehnten auf künstliche Bewässerung setzt, einen nicht abhalten. „Die größten Gräben gibt es dort, wo es am trockensten ist: in Spanien“, sagt Ziegler: „Da kann man ganze Lkw drin versenken.“ Wie die Kulturen besser vor Wetterextremen geschützt werden können, stand vergangene Woche auch auf dem Programm des Pfälzer Gemüsebautags in Mutterstadt. Hagel und heftiger Regen hatten im Mai und Juni im größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiet Deutschlands schwer gewütet. Manche Felder standen wochenlang unter Wasser, das wegen des von unten drückenden Grundwassers nicht abfloss. 6000 Hektar waren betroffen, auf 3000 Hektar habe es „ordentliche Verluste“ gegeben, sagt Ziegler. Er riet Kommunen beim Schutzausbau zur Zusammenarbeit. |lrs

Mehr zum Thema
x