Rheinpfalz An Helfern und Besuchern herrscht kein Mangel
Die Atmosphäre war einfach stimmig: Tannen- und Glühweinduft, dazu weihnachtliche Klänge des Musikvereins Contwig und eine Reihe hübsch dekorierter Buden. Der Waldmohrer Marktplatz lockte am Wochenende zahlreiche Besucher zur 39. Auflage des Weihnachtsmarkts an.
Ein großer Tannenbaum mit goldenen und roten Kugeln weist schon von weitem auf den Weihnachtsmarkt hin. Vor den ansprechenden Hütten sind die Stehtische mit Goldpapier geschmückt. Die meisten Tische sind besetzt: Eltern mit ihren Kindern, Freunde und Bekannte stehen zusammen, lachen, plaudern, genießen ihren Glühwein oder Kinderpunsch. Eine kleine Schlange hat sich am Stand des Jugendzentrums gebildet. Heißgetränke, Crêpes, selbst gebastelte Schneemänner und Rentiere werden angeboten. „Selbstverständlich beteiligen wir uns an diesem Markt“, sagt der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Waldmohr, Christoph Koch: Die Jugendlichen könnten sich hier nicht nur präsentieren, sondern auch ein wenig von dem zurückgeben, was sie von der Gemeinde erhalten. Außerdem werben sie für ihre Arbeit, für die Fahrdienste zur Tafel oder das Seniorencafé. Wie beim Juz haben sich beim Partnerschaftsverein Is-sur-Tille-Waldmohr genügend Helfer für die Zwei-Stunden-Schichten gefunden. Gudrun und Joachim Kilburg, die gerade Dienst tun, verkaufen Glühwein, weißen und rosé, sowie Champagner. „Wir haben natürlich auch Aufnahmeformulare dabei“, sagt Gudrun Kilburg lachend. Denn der eine oder andere Besucher interessiere sich durchaus für den Verein. Mit dem Markterlös würden Fahrten nach Frankreich unterstützt, ergänzt die zweite Vorsitzende Annette Blum. Weihnachtliche Aufklapp-Karten, Nikolausstiefel aus Stoff und dekorative Weihnachtskugeln bietet die protestantische Kirchengemeinde an. „Wir haben ein paar Nachtschichten eingelegt“, sagt Manfred Glaser und deutet auf die vielen selbstgemachten Karten und Kugeln. Vor allem seine Frau habe ungezählte Stunden auf die Basteleien verwendet. Nach einer längeren Pause ist das Presbyterium erstmals wieder mit von der Partie. „Wir sind ein motiviertes Team und wollen die Kirche nach außen hin stärker darstellen“, sagt Judith Collet. Pfarrer Markus Spreckelsen teilt die Meinung, ist froh um das Engagement seiner Kirchengemeinde. Einige Stände weiter schenken Jürgen Krück und Steffen Otto von der Theatergruppe Kreamief selbstgemachten Kirschpunsch aus. „Wir haben auch Schmalzbrot“, wirbt Otto für seine Spezialitäten. Gibt es genügend Helfer? „Na klar, nur zum Abbauen könnten wir noch ein paar brauchen“, tönt es aus dem Hintergrund. Beigeordneter Werner Braun und Hugo Klingbeil, Vorsitzender des Verkehrs- und Gewerbevereins, sind mit der Resonanz an diesem kalten frühen Samstagabend zufrieden. „Wir haben 16 Aussteller, das zeigt doch, dass das Konzept stimmt“, sagt Klingbeil. Gut angenommen werde auch die Weihnachtstaler-Aktion der Gewerbetreibenden. Die zweite Auslosung sei für Samstag, 17. Dezember, geplant. |giw