Rheinpfalz Am Sonntag vorerst letzte Vollsperrung

An der Felsnase zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal haben Mitarbeiter einer Firma aus dem saarländischen Mandelbachtal auf
An der Felsnase zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal haben Mitarbeiter einer Firma aus dem saarländischen Mandelbachtal auf einer Länge von 135 Metern ein neues, insgesamt 1600 Quadratmeter großes Drahtnetz angebracht, um die Bundesstraße 10 vor Steinschlag zu schützen.

Die Fels-Sicherungsmaßnahmen an der B 10 zwischen Hauenstein und Hinterweidenthal werden am kommenden Sonntag abgeschlossen. Auf diesen Tag beschränkt sich an diesem letzten Wochenende der Baumaßnahme auch die Vollsperrung der B 10. 650.000 Euro wurden investiert, um ein neues Drahtgeflecht anzubringen, das die Bundesstraße vor Steinschlag schützen soll.

Wie Bauleiter Gilbert Stempinski vom Spezialunternehmen Schmitt Fels- und Böschungssicherung auf Anfrage der RHEINPFALZ mitteilte, sei es gelungen, die notwendigen Arbeiten so zu forcieren, dass nicht mehr – wie vorgesehen – das gesamte kommende Wochenende gearbeitet werden müsse. Lediglich am Sonntag werde man noch Restarbeiten ausführen, bei denen man aber auf Tageslicht angewiesen sei, so Stempinski. Auf einer Länge von 135 Metern haben die Mitarbeiter der Firma aus dem saarländischen Mandelbachtal ein neues, insgesamt 1600 Quadratmeter großes Drahtnetz angebracht. Es erreicht eine Höhe von bis zu 15 Metern. Um in dieser Höhe arbeiten zu können, waren drei Hubsteiger, die eine Arbeitshöhe von bis zu 40 Metern erlauben, im Einsatz. Gearbeitet wurde an drei Wochenenden jeweils von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 4 Uhr. Eingesetzt waren laut Stempinski, der zusammen mit Dominic Kiefer und Alexander Kirsch die Bauarbeiten leitete, im Zweischichtbetrieb mit je zwölf Stunden jeweils fünf oder sechs Mitarbeiter. Aus Kostengründen habe man in Absprache mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) das alte Netz, das wohl Ende der 60er-Jahre angebracht worden war und keine Sicherheit mehr bot, nicht entfernt. Im ersten Arbeitsgang wurde über diesem in die Jahre gekommenen Netz der Bewuchs zurückgeschnitten. Anschließend waren zur Befestigung des neuen Netzes 160 Ankerlöcher mit einer Tiefe von bis zu 3,80 Metern zu bohren. In diese 80 Millimeter starken Ankerlöcher wurden Stahlnägel eingebaut und mit Zementsuspension verpresst. Das neue Drahtnetz wurde an diesen Nägeln befestigt. Am Sonntag steht nun als Restarbeit noch das Nachverfüllen der Bohrlöcher, das über eine Lanze geschieht, an.

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