Rheinpfalz Alles auf einmal im Bau

91-87577478.jpg

Der Ausbau der Landstraße L 474 zwischen Höheinöd und Thaleischweiler-Fröschen hat begonnen. Der Ausbau erfolgt in zwei Abschnitten, die Straße ist komplett gesperrt. Das hat für Verkehrsteilnehmer Umleitungen zur Folge. Entweder über die A 62 oder K 24 nach Waldfischbach-Burgalben. Für Irritationen bei Autofahrern sorgten deshalb Baustellen, inklusive Ampelregelung, auf den Umfahrungsstrecken.

Auf der K 24 zwischen Höheinöd und Burgalben füllte die Master-Straßenmeisterei Waldfischbach-Burgalben einige Verdrückungen in der Straße mit Asphalt auf. Routinemäßige Sanierungsmaßnahmen, „wie sie immer bei diesen Schäden vorgenommen werden“, erläuterte Wolfgang Heber, der Leiter der Master-Straßenmeisterei. Im unteren Bereich, am Ortseingang von Burgalben, wurden etwas aufwändigere Arbeiten vorgenommen. Die bisherige Absicherung des Hanges oberhalb des Gehwegs war betroffen. „Das dort vorhandene Felsmaterial war nicht ideal“, erläutert Heber. Weicher Stein, der langsam zerbröselte. „Wie feiner Sand vom Strand“, beschreibt Heber das Material, das sich durch Wind und Wetter löste und ständig für Verunreinigungen auf dem Gehweg sorgte. Deshalb sei klar gewesen, „dass hier eine andere Lösung her muss, damit wir nicht ständig den Gehweg säubern müssen“. Es wurde deshalb eine neue Mauer aus L-Steinen errichtet. Diese wird in dieser Woche noch mit Erde hinterfüllt. „Keine große Sache“, sagt Heber zur Baumaßnahme. Und die habe definitiv nichts damit zu tun, dass die K 24 derzeit als Ausweichstrecke stärker befahren werde. „Auch die Verdrückungen in der Straße, die wir saniert haben, sind nicht jetzt entstanden, weil die Strecke stärker befahren wird“, unterstreicht Heber. Gewünscht hatten sich viele Höheinöder, wie mehrfach berichtet, dass während der Bauarbeiten an der L 474 der provisorische Autobahnanschluss Höheinöd, der über den Parkplatz führt, wieder in alle Fahrtrichtungen geöffnet wird. In dieser Forderung sahen sie sich durch die kurzen Bauarbeiten an der K 24 nun wieder bestätigt. Sowohl die obere Straßenbaubehörde in Speyer, wie auch das Autobahnamt Montabaur und die Polizei haben die Öffnung allerdings abgelehnt. Das hatte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität, Richard Lutz, bei einer Einwohnerversammlung in Höheinöd im Frühjahr, als die Bauarbeiten und die damit verbundenen Umleitungen erläutert worden waren, unmissverständlich erklärt. In Richtung Pirmasens kann von Höheinöd auf die A 62 aus aufgefahren werden. Beispielsweise auch, um nach Thaleischweiler-Fröschen auszuweichen. Just dort sahen sich die Autofahrer in den vergangenen Wochen auch mit einer Ampelschaltung konfrontiert, es hieß kurzzeitig auch mal stopp statt go. Zwei Maßnahmen waren an der Schwarzbachtalbrücke notwendig. Zum einen die große regelmäßige Inspektion der Brücke, die alle fünf Jahre fällig ist. Dabei wurde die Brücke auch von unten begutachtete, jeder Pfeiler wurde genau abgefahren und auf mögliche Schäden hin untersucht. Die Brücke ist laut Autobahnamt noch in einem guten Zustand. In keinem guten Zustand waren hingegen die Schutzplanken auf der Brücke. Deshalb wurden in den vergangenen Tagen die Schutzplanken gegen moderne Leitplanken getauscht, die vor allem beim Aufprall von Lastwagen deutlich mehr Sicherheit versprechen, da diese schwer zu durchbrechen sind. Auch diese Arbeiten waren nur unter Einsatz einer Ampelanlage möglich. Die Schutzplanken sind getauscht, spätestens in dieser Woche ist die Baustelle Geschichte. Umwege wegen der Bauarbeiten zwischen Höheinöd und Thaleischweiler-Fröschen sind aber weiter in Kauf zu nehmen. Die werden sich kurzzeitig noch verschärfen, wenn jetzt die Kreisel-Bauarbeiten in Thaleischweiler-Fröschen im Bereich Bierbermühler-/Bahnhofstraße beginnen. Auch hier wird, zunächst mit einer Ampelanlage gearbeitet. An einem verlängerten Wochenende wird dann voll gesperrt, um den Kreisel zu asphaltieren. |add

x