Rheinpfalz AfD-Werbung: Unklare Geldquelle für Großplakate
(kad). Der AfD-Landesverband weiß nach Angaben seines Pressesprechers Jan Bollinger nicht, wer die Geldgeber sind, die Großplakate mit der Wahlwerbung für die Partei in ganz Rheinland-Pfalz finanzieren. Auch eine achtseitige Wurfsendung mit dem Titel „Extrablatt“ gehört zu der Aktion der angeblich unbekannten Gönner.
Auf den Plakaten, die in der Pfalz flächendeckend zu sehen sind, steht „Köln-Stuttgart-Hamburg… Mehr Sicherheit für unsere Frauen und Töchter! Jetzt AfD wählen“. Dies sei eine Wahlempfehlung und keine Werbung der Partei, sagte Bollinger. Auf dem Plakat sei kein Logo der Partei abgedruckt, und es entspreche nicht dem Stil des Landesverbandes. Gewehrt habe sich die Partei bisher nicht. „Wir überlegen derzeit, wie wir dazu stehen sollen“, sagte Bollinger auf Anfrage und kündigte eine Telefonkonferenz des Vorstandes an. Im „Extrablatt“ ist ein Interview mit dem AfD-Landeschef und Spitzenkandidaten Uwe Junge abgedruckt. Im Impressum ist eine „Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ angegeben, als Chefredakteur ist Josef Konrad benannt. Er sei ihm bekannt als Verantwortlicher der Zeitung „Polifakt“, die auf Parteitagen ausliege, sagte Bollinger. Konrad, früher stellvertretender AfD-Schatzmeister in Oberfranken, war gestern telefonisch nicht zu erreichen. Nach Berichten der Koblenzer „Rhein-Zeitung“ und der „Neuen Rottweiler Zeitung“ gibt Konrad keine Auskunft über die Geldgeber der Werbeaktion.